Fermentiertes Curry-Koriander-Gemüse

Ich habe mal wieder ein tolles Ferment-Rezept für dich! 

 

Es ist wirklich so lecker. Das süßliche der Möhre, knackig-zarte Kohlrabi und die Curry-Koriander-Note verbinden sich als Ferment zu einem wahren Gaumenschmaus!

 

Aber auch dein Darm wird sich freuen! Endlich neue Milchsäurebakterienpower für ein starkes Immunsystem.

Zutaten: 

  • 375 g Möhren (wenn nicht Bio, dann bereits geschält)
  • 300 g Kohlrabi (bereits geschält)
  • 1-2 g Korianderpulver*
  • 2-4 g Currypulver*
  • 12 g Himalayasalz
  • Zusätzlich benötigst du ein 1-Liter-Schraub oder Bügelglas und ein Gewicht zum beschweren.

* Bei den Gewürzen fange lieber mit weniger an, wenn es dir zu wenig ist, kannst du es beim nächsten Ferment ja erhöhen. Es hat ja nicht jeder den gleichen Geschmack und nicht jeder mag es vielleicht so geschmacksintensiv, wie ich ;) 

Zubereitung: 

 

Raspel die geschälte/gesäuberte Möhre z.B. mit einem Julienneschneider (gibt es für ein paar Euro im Supermarkt) in feine Streifen. Bei dem Kohlrabi gehst du genau so vor. 

 

Wichtig ist: Achte unbedingt penibelst auf Sauberkeit. Das Glas, in dem du fermentieren möchtest, sollte mit kochendem Wasser ausgespült werden und auch so solltest auf Hygiene und Sauberkeit achten (saubere Hände, aber keine Seifenreste mehr an den Händen etc ...) 

 

Wiege das Himalayasalz und die Gewürze ab und stelle alles bereit. 

 

Gebe nun das Gemüse, zusammen mit den Gewürzen und dem Salz in eine Schüssel und verknete alles gut miteinander. Immer weiter das Gemüse kneten und kneten, einige Minuten lang, bis immer mehr "Saft"austritt. Du kannst/solltest ruhig bis zu 10 Minuten kneten. Es muss genug "Saft" entstehen. 

 

Dann nimmst du das saubere Einmach- bzw. Schraubglas und gibst das Gemüse nach und nach hinein und drückst es mit einem Löffel oder ähnlichem immer schön fest in das Glas (in Richtung Glasboden). Dabei solltest du schon merken, dass auch noch Gemüsesaft austritt.

 

Zum Schluss bleibt in der Schüssel noch der Saft übrig, den du dazu gibst und das Gemüse aber nochmals nach unten drückst.

 

Nun ein sauberes Gewicht (oder etwas anderes zum beschweren, z.B. ein sehr kleines Marmeladenglas mit Wasser gefüllt!  Achtung: Der Deckel muss oben noch zugehen!) auflegen und das Glas verschließen.

Lasse es nun bei warmer Zimmertemperatur (21 bis 24 Grad) für 4-6 Tage stehen (je wärmer, je kürzer. Bei 24 Grad oder wärmer reichen 4 Tage, weil die Milchsäurebakterienproduktion sicher schon gut gestartet ist). Nach dieser Zeit stelle es etwas kühler, z.B. in einen Vorratsraum, Keller oder ähnlichem, aber NOCH NICHT in den Kühlschrank. 

 

Im Kühlschrank würde die Fermentation sonst abrupt gestoppt, bei etwas kühleren Temperaturen (15-18 Grad) arbeiten die Bakterien aber weiter und vermehren sich.

 

Ich lasse das Ferment so meist insgesamt bis zum 21. Tag stehen und probiere es dann erst, oder gebe es sogar direkt ohne zu probieren in den Kühlschrank (dort verfeinert sich der Geschmack beim stehen weiter, aber die Fermentation ist gestoppt).

Du kannst dein Ferment, aber auch zwischendurch immer mal wieder (nicht zu häufig, da jedes öffnen des Glases eine Einladung für unerwünschte Keime ist) probieren. Achte dabei aber bitte unbedingt auf penibelste Hygiene, damit das Ferment nicht anfängt zu schimmeln!

 

Fermentierte Lebensmittel sollten, wenn du sie noch nicht so gewohnt bist, zu Anfang nur in kleinen Mengen gegessen werden (weil du sonst evtl. schnell Blähungen etc. bekommst). Dein Körper muss sich erst an diese geballte Gesundheitspower gewöhnen, mit der Zeit kannst du die Menge dann steigern. 


Ideal ist es am Anfang, eine kleine Menge mit in den gewohnten Salat zu geben oder mit gekeimten Buchweizen zu vermischen (das ist soooo lecker, gesund und sättigend!).  Übrigens findest du weitere Ferment-Rezepte, wie Quinoa-Joghurt, roh-veganen Nusskäse und fermentierte Gemüserezepte in meinem großen Gesundheits-Ebook. 

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim nach machen und lass es dir schmecken! 

Jetzt bist du dran!

Ich freue mich sehr wenn du dieses Rezept teilst! Und schreib mir doch in den Kommentaren wie dir das Rezept gefällt, wenn du es selbst ausprobiert hast und auch ob du fermentiertes auch so sehr liebst, wie ich! 

 

Stay HAPPY and HEALTHY with lots of  RAWfood

 

Deine Jen 

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Kommentare: 2
  • #1

    Claudia (Mittwoch, 05 Juli 2017 11:23)

    Hi Jen,

    das klingt ja total lecker. Und zufällig habe ich gerade Möhren und Kohlrabi zuhause.
    Aber ist es nicht so, dass der Deckel vom großen Glas nur aufliegen darf, damit evtl. dort etwas von der Flüssigkeit austreten kann, wenn es zuviel wird?
    Und muss das Gemüse vollständig mit dem Gemüsesaft bedeckt sein? Und falls der Gemüsesaft nicht reicht- kann ich dann zusätzlich gereinigtes Wasser verwenden?

    Ich habe letztens erst ein Video von Raw Future gesehen- da haben sie Kimchi selbst gemacht- das will ich auch unbedingt probieren. Allerdings sagen die beiden, dass eine Woche fermentieren hier locker ausreicht. Liegt das dann am Gemüse, welches fermentiert wird oder ist das reine Geschmackssache, wie sauer oder eben nicht man es möchte?

    Fragen über Fragen...:)
    LG Claudia

  • #2

    Jen (Mittwoch, 05 Juli 2017 11:43)

    Hallo liebe Claudia,

    ob der Deckel eher locker aufliegt oder richtig zu gemacht wird, da teilen sich die Meinungen. Ich mache es irgendwie immer das wenn ich ein Schraubglas habe, dass ich es nicht komplett zudrehe, nur leicht oder bei dem Glas mit dem anderen Verschluss, da dann ab und an mal kurz "Luft ablasse" aber sonst lasse ich es zu.

    Und ja das Gemüse muss unbedingt vom "Gemüsewasser" bedeckt sein! Sonst kann es , gerade am Anfang, schnell schlecht werden oder anfangen zu schimmeln! Zur Not könntest du eine Salzlake (wasser mit etwas Salz) hinzu geben, aber ich würde eher versuchen es so lange zu kneten bis genügend Flüssigkeit vorhanden ist, das kann ggf. auch mal 20 Minuten dauern, aber bei mir hat es bisher gut geklappt!

    Es gibt auch Fermente (wie mein Spargelferment) wo man direkt Salzlake angießt. Und Kimchi hab ich auch schon mit und ohne Salzlake gemacht... Übrigens lässt man Kimchi generell nicht lange stehen!
    Das ist immer unterschiedlich. Es gibt welche die länger stehen, wie Weißes oder Rotes Sauerkraut oder eben auch Möhren...aber im Endeffekt kannst du da nach deinem persönlichen Geschmack gehen.

    Es ist nur so das in den ersten 4-5 Tagen die 1. Fermentationsphase läuft und erst danach startet die 2. wo sich die Milchsäurebakterien erst vermehren und da fängt die positive Wirkung ja erst an. Deshalb sind bei (außer Kimchi) Fermenten schon so 7-10 Tage auf jeden Fall zu empfehlen!

    Ich hoffe das konnte dir etwas weiter helfen!

    Ps: Vielleicht schreibe ich noch mal ein genauen Artikel zum Fermentieren!

    Liebe Grüße Jen