Was passiert, wenn du deine Krankheit zum Teufel jagst

Kennst du diesen Punkt .... du fühlst dich seit längerem nicht wohl, vielleicht sogar richtig schlecht oder leidest unter einer chronischen Erkrankung die dir nicht nur Kraft sondern auch deine Lebensfreude nimmt? 

 

An diesem Punkt war ich auch....oft....ich hab es zwar immer irgendwie hin bekommen mein Leben dennoch zu leben, mal besser, mal schlechter....aber schön war etwas anderes.

 

Zwischendrin hatte ich auch immer mal wieder Phasen wo es mir extrem schlecht ging. So wie mit Mitte 20....damals war ich irgendwann richtig richtig wütend auf meine Beschwerden, so wütend das ich einen etwas anderen Plan schmiedete....

Urlaub für die Krankheit?!

Würdest du deine Krankheit manchmal am liebsten auch einfach in die Wüste schicken? Bist du auch schon mal richtig wütend auf deine Symptome und in dem Zuge vielleicht auch auf deinem Körper gewesen? 

Wie gesagt, so erging es mir vor über 10 Jahren und da ich so wütend war (Es wird ja gesagt "Wut ist ein guter Motor." aber dann sollte man auch wissen diesen fachgerecht zu benutzen) nahm ich mir vor mich nun von meiner Erkrankung zu verabschieden. In einen Urlaub ohne Wiederkehr. 

 

Ich holte mir mehrere leere Blätter, einen Stift und setzte mich hin. Und dann schrieb und schrieb und schrieb ich. 

Es war ein ziemlich ironisch ja fast sarkastischer Brief an meine eigene Erkrankung. Ich sprach sie persönlich an, so als würde ich gerade einen Brief an eine Bekannte schreiben. Nur das der Brief im Endeffekt nicht sehr nett war. 

 

Ich mag gar nicht detailgetreu wieder geben WAS ich geschrieben habe, weil es wirklich wirklich fies war, wenn auch eben auf diese  "ironisch-nette" Art geschrieben. Es war ein klarer Rauswurf an meine Krankheit . Ich schickte sie zum Teufel und da sollte sie auch bleiben. 

Das Symptom schlägt zurück

Nach dem ich diesen Brief geschrieben hatte (ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau was ich im Endeffekt damit gemacht habe! Weggeschmissen? Verbrannt? I don´t know) fühlte ich mich unendlich erleichtert, total gut sogar. Es war wie eine Euphorie die mich überfiel. Ich fühlte mich so frei und glücklich und fragte mich warum ich nicht früher auf diese Idee gekommen war! Es war doch so einfach! 

 

Ich erzählte einer Freundin von davon und sie musste schmunzeln und sie fand diese Idee auch richtig gut. 

Dieser Tag war gut für mich, richtig gut....auch noch die Nacht. Dazu muss ich sagen, das Symptom was mich zu der Zeit am meisten belastet hat, trat nur nachts auf. Deshalb war ich am Morgen nach der 1. Nacht noch mehr davon überzeugt das mein Plan genial war und ich mich quasi über Nacht befreit habe. 

Die nächsten zwei Tage und Nächte waren auch noch ganz gut...aber dann kam wieder eine Nacht...

In dieser Nacht kam nicht nur das schlimme Symptom zurück, sondern es kam in einer besonders starken Intensität, die ich vorher nicht kannte. 

 

Und es war auch keine Ausnahme gewesen. Ab diesem Zeitpunkt schlief ich nachts nicht mehr und tagsüber ging es mir auch nicht gut. Es ging mir schlechter als zuvor. Mein Körper reagierte total über und es war wie so ein Kreislauf aus dem ich nicht mehr wirklich schnell aussteigen konnte.  Und ich hatte mich selbst da hinein gebracht. 

Das Symptom ist eine Botschaft

Ich bin dennoch froh (vor allem jetzt im nachhinein) das ich diesen Brief geschrieben habe und diese Erfahrung gemacht habe, denn es hat mir gezeigt das sich nichts "so einfach" verdrängen lässt. Und die Botschaft wurde sehr deutlich:

 

 Je mehr du etwas unbedingt ganz schnell los werden willst, je schlimmer kommt es zurück zu dir!

 

Es ist ungefähr so als würdest du ein schreiendes Kind in einen Wandschrank sperren, weil es dich nervt mit seinem Gebrüll. 

Was würde wohl passieren? Würde es sofort aufhören zu weinen und du hättest nun fortan deine Ruhe? 

 

Nein, so einfach ist das nicht. Das Kind würde weiter schreien im Schrank, so lang bis es vor Erschöpfung einschlafen würde, aber auch dann wäre keine Ruhe, denn das Kind würde irgendwann wieder aufwachen und dann noch viel mehr brüllen und schreien als vorher. 

Das war genau was mein Symptom getan hatte! 

Und genau so wie Kinder Aufmerksamkeit brauchen und wollen, so wollen es auch Krankheiten und Symptome.

 

Ja ich verstehe, vielleicht hast du auch gelernt "You get what you focused on" was so viel bedeutet wie: Du bekommst genau das worauf du deinen Fokus legst und willst dich von daher nicht zu sehr mit deinen Symptomen beschäftigen. Aber es geht auch nicht darum dein Symptom zu füttern das es noch mehr Lust bekommt bei dir zu bleiben, sondern es  geht darum heraus zu finden WARUM es überhaupt da ist! Der Hauptfokus ist natürlich darauf gesetzt wieder gesund zu sein, nur um dahin zu kommen, brauchst du dein Symptom als Partner, denn dadurch kannst du mitunter den für dich einfachsten Weg raus aus deiner Krankheit finden.

 

 

 Dein Körper macht dieses Symptom weil er dir damit eine Botschaft übermitteln will! Und je stärker/ernster dieses Symptom bzw. die Beschwerden sind, je dringender die Botschaft!  

 

So solltest du mit deinem Symptom umgehen

Annehmen und akzeptieren sind die Zauberworte in diesem Prozess und zwar als die ersten Schritte....Es bringt nichts ein Symptom zu verdrängen, es zu hassen oder es nieder zu machen. Genau so wenig wie es etwas bringt seinen eigenen Körper (für die Symptome) zu hassen, zu beschimpfen oder ähnliches.  Das wird das Symptom bzw.die Krankheit immer nur verstärken. 

 

1. Lerne es anzunehmen, dass Symptom bzw. die Krankheit. In diesem Moment, nicht auf ewig. Akzeptiere das die Krankheit bzw. das Symptom JETZT GERADE nun mal da ist und das es eine Botschaft für dich gibt, die du noch "entschlüsseln" musst. 

 

Brauchst du Hilfe beim sogenannten "Entschlüsseln" oder wünschst du dir allgemein eine Unterstützung auf deinem Heilungsweg, dann scheue dich nicht und buche gleich dein kostenloses Kennenlern/Orientierungs-Gespräch mit mir. 

 

 

2. Wenn du vor hast einen Brief an deine Krankheit/dein Symptom zu schreiben, dann probiere es lieber mit einem wirklich netten. Damit gehst du darauf ein und sorgst dafür das sich etwas verändern/lösen kann. 

 

3. Lerne mit deinem Körper zu kommunizieren. So kannst du mit der Zeit herausfinden WARUM es dir schlecht geht, warum du unter bestimmten Symptomen leidest etc.... Außerdem ist es wichtig zu lernen deinem Körper DANKBAR zu sein. Warum das erfährst du in dem Artikel "Dankbarkeit hilft heilen" von mir. 

Wie hat dir dieser Artikel gefallen? Hast du auch schon so eine ähnliche Erfahrung gemacht wie ich?  Schreib mir das gerne in den Kommentaren und teile diesen Artikel. Darüber freue ich mich sehr! 

Stay HAPPY and HEALTHY with lots of RAWfood

 

Deine Jen 

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Kommentare: 6
  • #1

    Ines Paschmanns (Donnerstag, 18 Mai 2017 09:56)

    Liebe Jen,

    danke mal wieder für diesen tollen Artikel. Genau so habe ich es auch gelernt und versuche es oft so umzusetzen. Zu sehen, dass es ein Warnsignal ist und mir etwas sagen möchte. Nur was ist, wenn man überhaupt nicht, trotz an sich arbeiten und hinschauen, darauf kommt, was das Symptom nun sagen will ???? Wenn man da steht und denkt...Ich sage JA zu dir und sage du mir was du mir zeigen möchtest...aber es nichts als Antwort kommt :-/. Kannst du darüber berichten ? Kennsz du das auch ? oder muss man sich dann gedulden :-) Aber so lange...ich laufe ja auch schon seit langer Zeit mit meinen Symptomen und ich komme nicht dahinter :-/

    Vielleicht steht dazu ja irgendwann mal ein Artikel bei dir an. Würde mich freuen :-)

    Und danke auch für deine tolle Arbeit, Inspiration und die tollen Rezepte :-)

  • #2

    Jen (Donnerstag, 18 Mai 2017 12:06)

    Liebe Ines, vielen Dank für dein Feedback zu meinem Artikel.
    Ja und ich kenne das auch das man fragt und offen ist und trotzdem keine Antwort kommt. Das hatte ich am Anfang sehr oft, aber später auch noch....es kam auch immer darauf an wie/was gefragt habe. Bei einer Frage (da ging es damals um meine Menstruationsprobleme) bekam ich eine ganze "Bildergeschichten" als Antwort, die ich erst nicht deuten konnte (obwohl eine total klare Ansage! Aber ich hinterfragte das noch....) und erst Monate später dann kapierte ich WARUM diese Botschaft genau so war und das ich einfach hätte drauf hören sollen, aber damals hatte ich dieses Vertrauen in mich selbst noch nicht.

    Vielen lieben Dank Iris auch für deine lieben Worte zu meiner Arbeit <3 Das freut mich sehr!!! Ein wundervollen Tag dir!

    Jen
    Es ist ein spannendes Thema und gerne schreibe ich noch einen weiteren Artikel dazu.

  • #3

    Jessica (Freitag, 08 September 2017 11:37)

    Hallo Jen,

    toller Artikel :-) und toller Podcast bei Avocado Radio (wir schrieben gestern über Instagram).

    Ich habe schon viele Jahre Magen-Darm Probleme (Streßorgan) und irgendwann, so vor 5 Jahren habe ich massive Magenprobleme bekommen, egal was ich aß. Ich habe meinen Magen verflucht ... mein Leben (als Mutter mit 2 Kindern, immer unter Schmerzen und Angst vorm Essen). Ich konnte mich weder um mich noch um die Kinder gescheit kümmern. Eine Magenspiegelung zeigte einen kleinen Zwerchfellbruch und es gab gratis 50 Pantoprazol. Von der Chemie-Keule nahm ich 4 Tabletten und dachte "das kann es nicht sein". Also versuchte ich ich es auf eigene Faust. Das I-Net war mein bester Freund, ich las und las ... ich führte ein Jahr über jeden Bissen ein Ernährungsprotokoll, fing an mit Yoga .. Meditation und es dauerte lange, aber mir ging es immer besser.

    Heute geht es mir wirklich gut. Ich habe "meine" Ernährung gefunden. Kleine Mahlzeiten, nichts Scharfes / Fettiges / kein Fastfood, möglichst Naturbelassen / keine Rohkost - dafür viel Gemüse aus dem Dampfgarer.

    Apfelessig mit Honig Wasser, Gestengras ... all das gibt mir Power. Das Tolle ist, es ist aus meiner eigenen Kraft entstanden und mittlerweile bin ich meinem Körper sehr dankbar. Er ist nicht mehr mein Freind, wir sind ein Team und natürlich geht mal was schief, oder es ist eine Feier und ich mag nicht so sehr drauf achten. Essen soll Spaß machen. Entweder geht es gut, oder ich habe ein paar Tage Probleme. Mit denen ich endlich nicht mehr hadere :-) Annahme ist wirklich heilsam, auch wenn es nicht immer leicht fällt.

    Fühl Dich gedrückt, Jessica

  • #4

    Jen (Sonntag, 10 September 2017 16:28)

    Hallo liebe Jessica

    und vielen Dank für deine liebe Nachricht hier! Oh ich kann das so gut nachvollziehen, gerade als Mama, wenn es einem da schlecht geht, dass ist total schlimm. War bei mir ja auch so. Finde ich super toll das du nach und nach (auch unter Mithilfe von Meditation etc) wieder zu deiner Gesundheit und auch zu deiner idealen Ernährung finden konntest!!!

    Schön das du hier bist!! Viele Grüße

    Jen

  • #5

    Werner (Mittwoch, 24 Januar 2018 16:57)

    Kia von Kia and the Kat hat das auch alles mal zusammengefasst. Es liest sich spannend aber auch erschreckend wie viele zu kämpfen haben, mit halber Schilddrüde. Das alles in Kurzform mal hier. Gruß Werner

    http://kiaandthekat.com/index.php/2018/01/23/schilddruese-out-of-control/

  • #6

    Jen (Dienstag, 13 Februar 2018 10:08)

    Hallo Werner, wenn ich mal die Zeit dafür finde, werde ich es mir durchlesen. DANKE