Giersch - einheimisches Superfood

 

 Heute schreibe ich für dich mal wieder ein Artikel über ein Wildkraut.  Als letztes war ja die Taubnessel am Start und heute geht es um den, aus mir nicht verständlicher Sicht, oft verhassten Giersch.

 

Gut, Giersch wächst wie verrückt. Wer ihn einmal in seinem Garten hat, wird ihn nicht mehr los. Aber will man das überhaupt? Ich auf jeden Fall nicht, denn Giersch gehört zu meinen Lieblings-Wildkräutern.

 

Und spätestens nach diesem Artikel wird es dir auch so gehen und du wirst dankbar sein wenn es in deiner Nähe auch das ein oder andere "Giersch-Feld" gibt ;) 

 

Als ich meine Mama damals , als ich noch regelmäßig Smoothies trank, fluchen hörte was für eine Plage der Giersch im Garten sei, freute ich mich und sagte "Ich ernte es ab. Ich nehme soviel ich kriegen kann." 

 

Und inzwischen ist sogar meine Mama begeistert vom Giersch und trinkt ihn in ihrem grünen Smoothie.   :)

Giersch, der wegen seiner Ziegenfuß-Abdruck-Form des Blattes auch oft Geißfuß genannt wird, gehört zur Pflanzenfamilie der Doldenblüter.

 

Er ist ausdauernd und kann eine Höhe von bis zu 1 m erreichen.  Der Giersch wächst gern an feuchten und schattigen Plätzen und ist somit meist an/in Wäldern zu finden, aber auch in sehr vielen Gärten tummelt sich dieses Wildkraut.

 

 

 

Erkennungszeichen sind:

 

  • Die Blätter haben die Form ähnlich eines Ziegenabdruckes (daher auch Geißfuß)

  • Sie sind eiförmig und länglich und sehen an den Rändern wie "eingesägt" aus

  • Der Stängel ist im querschnitt dreikantig

  • Die Gierschblätter verströmen einen oft nach Petersilie benannten Geruch (ich selbst finde zwar es riecht nicht nach Petersilie, aber wer den original Giersch-Duft einmal in der Nase hat vergisst ihn nicht mehr, er ist aromatisch angenehm)

  • Die weiße Blütendolde (Blütezeit ist zwischen Juni und August) besitzt 12 bis 20 Strahlen und bildet kleine und glatte Früchte aus die dem Kümmel sehr ähnlich sehen

 

 

 

Achtung Verwechslung! 

 

Es gibt einige Wildpflanzen die dem Giersch ähnlich sehen und die giftig sind. Z.B. der gefleckte Schierling oder der Breitblättrige Merk, aber ggf. auch mit dem Riesen-Bärenklau, der photosensible Substanzen enthält die in Kombination mit Tageslicht phototoxisch wirken können und zu schmerzhaften Blasen und Quaddeln führen können.  

 

Im Generellen aber, wenn man die oben genannten Erkennungszeichen beachtet, ist der Giersch ziemlich gut zu erkennen. 

 

 

Inhaltstoffe

 

 

Giersch ist reich an

  • Kalium
  • Magnesium
  • Calcium
  • Eisen
  • Mangan
  • Zink
  • Kupfer
  • Vitamin A und C
  • Außerdem enthält er ätherische Öle und Flavonoide
  • Und natürlich ist Giersch wie alle GREENS sehr chlorophyllhaltig  (Chlorophyll erhöht z.B. die Sauerstoffversorung im Körper und unterstützt die Entgiftung) 

 

 

 

Heilwirkung

 

Schon seit Jahrtausenden wird der Giersch als wirksames Mittel gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Dies verrät auch schon sein lateinischer Name: Aegopodium "podagraria" denn letztes in Anführungszeichen bedeutet übersetzt "die Gicht heilend".

 

Aber auch überdies hinaus hat er weitere positive Wirkung, er wirkt nicht nur harnsäurelösend und blutreinigend sondern auch verdauungsanregend und harntreibend welches jede Entgiftungskur unterstützt. Auch seine entzündungshemmende Wirkung ist ideal bei allerlei Leiden, denn viele Menschen leiden ja oft auch unter "versteckten" schlummernden Entzündungen. 

 

Zudem wird der Giersch auch gern gegen Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt (oft auch in Kombination mit der Brennessel). 

Was kann ich mit Giersch machen?

 

 

Du kannst dir ein Tee aus dem frischen (oder auch dem getrockneten) Kraut zubereiten.  Gebe hier zu 1 Esslöffel frisches Kraut (in einem Teesieb) auf eine große Tasse kochendes Wasser und lasse es 5 bis 10 Minuten abgedeckt ziehen. Von dem getrockneten Kraut benötigst du nur 1 Teelöffelchen.

 

Wenn du eine Teekur mit Giersch machen möchtest, bedenke den Tee nicht länger als max. 6-8 Wochen zu trinken und dann eine Pause ein zu legen, damit es zu keiner unerwünschten "Arzneimittelreaktion" kommt. Ja Wildkräuter und damit Heilkräuter haben eine Arzneiwirkung und sollten deshalb mit bedacht eingesetzt werden.

 

Du kannst ihn aber auch gedünstet essen. Dann ist er ähnlich wie Spinat.

 

Ich ziehe die rohe Form vor und zwar am liebsten in einem grünen Saft. Ganz lecker und simpel ist die Kombi mit Apfel, Gurke und Ingwer.  Ggf. auch mit etwas Wasser verdünnt! Als Anfänger nimmt man eher mehr Apfel und/oder Gurke und ist mit Giersch und Ingwer noch etwas sparsam. Nach und nach kann man immer etwas mehr zugeben. Natürlich kannst du den Giersch aber auch deinem grünen Smoothie dazugeben! 

 

Auch im Salat schmecken vor allem die jungen, kleineren Blätter sehr gut. Ich esse auch sehr gerne rohes Brot mit einem selbst gemachten roh-veganen Frischkäse oder einfach etwas Avocado bestrichen und das dann mit Gierschblättern belegt.

 

Wenn du mein Newsletter-Abonnent bist dann hast du ja schon mein kostenloses raw-Pasta-Ebook in dem das Rezept mit den Gurkennudeln und dem fruchtigen Giersch-Pesto steht. Falls du über andere Wege auf diesen Artikel gestoßen bist und es noch nicht kennst kannst du dir  hier das Ebook GRATIS holen.

 

 

Da Giersch stoffwechselanregend und bei höherer Dosierung abführend wirken kann, sollte man auch mit weniger anfangen und lieber nach und nach steigern. Und auch hier gilt wie beim Tee, bei einer Giersch-Kur (z.B. im Saft oder Smoothie) nach 6 Wochen das Kraut wechseln oder sowieso lieber jeden Tag Abwechslung in den Smoothie/Saft bringen und mit anderen Wildkräutern oder GREENS abwechseln! 

Und wie sieht es bei dir aus? Bist du schon Giersch-Fan oder fluchst du noch über das "Unkraut" in deinem Garten?

 

Schreib mir gerne ein Kommentar und wenn dieser Artikel für dich hilfreich war, dann würde ich mich sehr freuen wenn du ihn mit deinen Freunden, Bekannten und Verwandten teilst! DANKE! 

 

 

Stay HAPPY and HEALTHY with lots of RAWfood

 

Deine Jen

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Kommentare: 3
  • #1

    Silke (Mittwoch, 15 Juni 2016 21:32)

    Giersch gehört auch zu meinen Lieblingswildkräutern.
    Danke für die wertvollen Informationen

  • #2

    Jen (Donnerstag, 16 Juni 2016 15:49)

    Gerne liebe Silke <3 Viele Grüße, Jen

  • #3

    Heike (Freitag, 17 Juni 2016 16:50)

    Lieben Dank für den reminder! :)
    Ich vergess den immer! :/
    ... oft wenn ich meinen Salat oder Smoothie aufgegessen habe oder wenn ich draußen an Giersch vorbei komme, denke ich dran, dass ich ihn hätte mit rein geben können ...
    LG :*