Der Weg zum gesunden Veganer

Das das Thema  vegane Ernährung umstritten ist ja bekannt.  Und auch ich selbst war vor 5 Jahren noch der Meinung das reine vegane Ernährung nicht gesund sein kann, aber schwupsdiwups war ich kurze Zeit später selbst bei der pflanzlichen Ernährung angekommen und bin es bis heute!

 

Wenn ich Sendungen sehe oder in Zeitschriften lese wo immer wieder betont wird wie gefährlich vegane Ernährung ist, und das es auf jeden Fall zu Mangelerscheinungen kommen wird, wird mir ganz anders.....manchmal, ja manchmal sträuben sich mir sogar richtig die Nackenhaare, weil vieles, was da zum Teil von "Fachleuten" dargestellt wird, einfach nicht stimmt. 

 

Bzw. was heißt nicht stimmt, es wird einfach pauschalisiert und das kann es nicht sein. 

 

Leiden Veganer unter Nährstoffmangel?

Das ist eine heiß umstrittene Frage. Glaubt man großen Teilen der Massenmedien , heißt es die vegane Ernährung sei eine Mangelernährung. Würde es den Veganern doch an Vitamin B12, Vitamin D3, Calcium, Eisen und anderen wichtigen Nährstoffen fehlen.

 

Gerade auf dem B12 wird wie verrückt rumgehackt, dabei haben meiner Meinung nach nicht die Veganer B12-Mangel (weil die meist gut informiert sind und Vitamin B12 supplementieren) sondern auch die Alles-Esser....wie kommt das? Wo sich doch Vitamin B12 in tierischen Lebensmittel zur Genüge befindet und der Fleischkonsum bei den Fleisch-Essern ja nicht gerade wenig ist?!  Die Antwort darauf bekommst du hier!  

Nur die Milch macht´s???

Wie lange kennen wir schon Sprüche aus der Werbung "Nur die Milch macht's" oder  "Milch macht müde Männer munter." oder "Milch macht mobil" oder ähnliches.  Das Milch nicht gesund ist, ist eigentlich inzwischen auch schon bekannt, aber viele wollen es einfach nicht hören und pochen weiter auf Calcium-Mangel ohne Milch. 

 

Milch verschleimt, übersäuert und entzieht so dem Körper auf Dauer wichtige Mineralien, wie das Calcium . Mal ganz davon abgesehen das die heutige Milch die es zu kaufen gibt, voller Eiterbakterien und/oder Antibiotika und Wachstumshormone ist. (Ein gutes Buch um das genau nach zu lesen ist die China-Study). Gesund ist etwas anderes. 

 

Leiden nun aber Veganer unter Calciummangel, weil sie keine Milchprodukte mehr zu sich nehmen?

Oder leiden sie zwangsläufig unter Eisenmangel nur weil sie kein Fleisch mehr essen? 

 

Nein! Würde ich behaupten. Zumindest nicht wenn man sich "gesund" vegan ernährt.

 

"Wie? Vegan geht auch ungesund?"

 

Das werden sich jetzt sicher einige fragen. Ja vegan geht ungesund. Vegan bedeutet (für mich) nicht zwangsläufig gesund. 

 

Eine vegane Ernährung (egal ob die "ungesunde" oder die "gesunde" das sei jetzt mal dahin gestellt) bringt aber immerhin zwei nicht unwesentliche Vorteile: Sie schützt die Umwelt und die Tiere!

 

Aber eine vegane Ernährung schützt nicht unbedingt die Gesundheit und vielleicht ist das der Punkt den die Medien so oft meinen, aber nicht wirklich genau aussprechen, denn dann müssten sie ja auch zugeben das es vegan eben auch in "gesund" und OHNE Nährstoffmangel gibt!  Will aber keiner SO wirklich zugeben! 

Wie sieht eine ungesunde vegane Ernährung aus?

Kommen wir erst einmal zu der ungesunden veganen Ernährung. Bei dieser Art ersetzt der Veganer lediglich die tierischen Produkte durch vegane Ersatzprodukte, wie Tofu, Sojaschnetzel, Seitan, vegane Käseersatzprodukte, vegane Wurst-Ersatzprodukte, und ähnliches.  

 

Soja, sprich somit auch Tofu gilt inzwischen schon länger nicht mehr als wirklich gesund. Abgesehen davon das er oft gentechnisch veränder ist, wirkt er sich leider z.B. auch sehr negativ auf den Schilddrüsenstoffwechsel aus.  Als Ausnahme gilt wenn die Sojaprodukte fermentiert sind wie das bei Miso oder Tempeh der Fall ist. 

 

 

Seitan ist eigentlich nichts anderes, als Weizengluten pur. Ja, vielleicht lassen sich damit "Schnitzel" super nachahmen, aber gesund ist das absolut nicht. Warum Gluten nicht gut für uns ist und warum es lohnenswert ist mal das 30-Tage-ohne-Gluten-Experiment zu wagen kannst du HIER nachlesen.

 

 

Und was ändern sogenannte "Pudding-Veganer" sonst an ihrer bisherigen Ernährung? Vielleicht wird Hafer- oder Mandelmilch getrunken oder in den Kaffee gegeben, wogegen nichts spricht, aber ansonsten werden sehr häufig weiter Industrienahrung (da gibt es auch für Veganer bereits ein riesiges Angebot) oder eben weiter Haufen von Gerichten mit viel Weizen oder anderen glutenhaltigen Getreiden, Bergen von Zucker und ähnlichem verzehrt.  Wenn es gut läuft, gibt es ab und an auch mal gekochtes Gemüse als Beilage. 

 

Wenn SO eine vegane Ernährung abläuft, dann kann ich den Medien nur zustimmen, denn DAS ist NICHT gesund und das wird auch auf kurz oder lang zu einem Nährstoffmangel führen, obwohl, ganz ehrlich, dieser wird wahrscheinlich dann auch schon vorher bestanden haben. 

 

Aber, es geht auch anders....

Wie sieht die gesunde vegane Ernährung aus?

Aber wie geht das nun? Sich wirklich gesund zu ernähren als Veganer und gleichzeitig auch keinen Nährstoffmangel zu bekommen?

 

In der gesunden veganen Ernährung wird Gluten so weit es geht vermieden, zumindest wird um Weizen ein riesengroßer Bogen gemacht. Eher werden Getreide wie Hafer und Dinkel konsumiert, die wenig Gluten enthalten. 

 

Am besten ist es eh Getreide in gekeimter Form zu sich zu nehmen, weil sich so das Gluten noch auf ein Minimum reduziert, genauso wie weitere Anti-Nährstoffe die unserer Gesundheit nicht gerade zuträglich sind.  Außerdem gibt es , wie du oben in dem verlinkten Gluten-Artikel nachlesen kannst ein Haufen "Ersatz" für Weizen, Roggen und Co.  und auch diese kannst du noch (an)keimen lassen um sie verträglicher zu machen. 

 

 

Obst, Gemüse und vor allem GREENS also Blattgrün und Wildkräuter sollten in einer veganen Ernährung (eigentlich in JEDER Ernährungsform!!!!) ganz oben stehen.

 

 

Denn diese versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen wie Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. 

 

Sie versorgen uns mit allem was der Körper so braucht. Einzig allein Vitamin B12  (das kann jeder für sich selbst mit einem Blutbild überprüfen, sollte übrigens auch jeder Alles-Esser testen ;) )  und Vitamin D3 in Kombi mit Vitamin K2 (auch hier sollten die Alles-Esser ihren Wert checken) sollten ggf. supplementiert werden.

 

Alles andere kann man sich gut über die richtige Nahrung holen. 

 

 

 

Grün, Grün, Grün....

 

Beginnt ein Mensch (egal ob Veganer oder nicht) seinen Tag mit einem grünen Smoothie oder grünen Saft hat er schon ein großes Stück für seine Gesundheit getan. Wenn du mehr über grüne Smoothies erfahren möchtest kannst du HIER nach lesen. 

 

Aber auch wenn du die flüssige Form nicht magst, so bringen Feldsalat, Spinat, Romanasalat, Mangold und Postelein grüne Power auch in deinen Salat, den du nach Herzenslust mit anderem Gemüse wie Tomaten, Gurken, Möhren, Kohlrabi etc...kombinieren kannst.

 

Blattgrün kannst du übrigens auch sehr gut mit Früchten wie Mango oder Nektarine in einem Salat vereinen, schmeckt überaus lecker! Probier es mal aus, falls du das nicht schon längst getan hast

 

Auch Leinsamen und Chiasamen (diese enthalten übriges 5 mal mehr Calcium als Milch und auch eine Menge Eisen) unterstützen die Gesundheit wertvoll, in dem sie uns neben vielen anderen guten Nährstoffen mit dem wichtigen Omega 3 Fettsäuren versorgen. Mit den Samen kann man Cracker, Puddings oder allerlei andere leckere Sachen herstellen, besonders auch in der Rohkost-Küche. 

 

In der nicht-rohen veganen Küche werden eingeweichte Chia- und Leinsamen auch als Ei-Ersatz angewandt.

 

 

Apropo Rohkost, es tut immer gut so viel wie möglich (nach Verträglichkeit) Rohkost in seinen Alltag einzubauen! Denn beim kochen, braten und backen gehen viele Nährstoffe leider auch verloren oder werden so verändert das sie für unseren Körper kein Gewinn mehr sind, sondern zum Teil eher eine Gefahr. 

 

 

Ich will hier mit nicht von der Kochkost komplett abraten, nur darauf hin weisen das ein hoher Rohkostanteil sehr gut und wichtig ist. 

 

 

Interessierst du dich für die roh-vegane Ernährungsweise, dann findest du HIER hilfreiche Artikel von mir.

 

Gesunde vegane Ernährung - und doch Probleme?

Oft kommt es vor das Menschen ihre Ernähung auf rein pflanzlich umstellen und nicht unbedingt auf die ungesunde Art, sondern auf die gesunde mit viel Obst, Gemüse und dergleichen und es trotzdem oft zu scheinbar urplötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen (insbesondere im Verdauungsbereich) kommt.   

 

Dies ist kein Grund zur Panik und auch keinen Gedanken wert, zu denken man müsse wieder mit dieser Ernährung aufhören. 

 

 

Oft ist der Körper anfangs nur etwas überfordert mit der Umstellung, es kommt höchstens zu einem Nährstoffmangel, bzw. dieser besteht wahrscheinlich schon, weil der Darm an sich durch die konventionelle Ernährung (und andere weitere Ursachen) so geschädigt bzw. das normale Darmmilieu nicht mehr vorhanden ist, dass dieser eh schlechter Nährstoffe aufnehmen. 

 

 

In diesem Fall ist oft eine Darmsanierung nötig und ggf. eine gezielte Ernährungsberatung. Hier kommst du zu einem informativen Artikel zum Thema DARMGESUNDHEIT, von mir. 

 

 

Wenn du in diesem Bereich Hilfe benötigst, schau dir gerne mal mein Coaching-Angebot an und buche dein kostenloses Kennenlern/Orientierungsgespräch mit mir! 

 

 

Denn wenn man eine Ernährungsumstellung gemeinsam mit einer Darmsanierung beginnt umgeht man so nicht nur die typischen "Anfangs-Fehler-Probleme" sondern stärkt damit allgemein seine Gesundheit und kann sich von bereits bestehenden Krankheiten befreien. 

Gesunde  vegane Ernährung ist das, was DU daraus machst!

Ich hoffe ich konnte dir mit dem Artikel etwas helfen zu verstehen warum oft vor der "bösen" veganen Ernährung gewarnt wird und wie man es richtig machen kann. 

 

Denn wenn man sich richtig vegan ernährt, am besten noch mit einem guten Rohkostanteil, so kann das nur Vorteile für den Körper haben.

 

In meinem Ebook "Natürlich gesund - Ganzheitlich deine Entgiftungsorgane stärken und unterstützen" findest du Tipps wie du deinem Körper auf allen Ebenen beim entgiften unterstützen kannst und zusätzlich findest du darin viele roh-vegane gesundheitsbringende Rezepte! 

 

 

Schreib mir gerne wie deine (vegane) Ernährung aussieht und wie es dir damit geht!
Auch freue ich mich wahnsinnig wenn du diesen Artikel von mir teilst, wenn er dir gefallen/geholfen hat!  DANKE

Stay HAPPY and HEALTHY with lots of RAWfood

 

Deine Je

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Kommentare: 2
  • #1

    Astrid (Montag, 16 Mai 2016 13:37)

    Liebe Jen,
    das hast Du treffend beschrieben.
    Kein anderes Lebewesen trinkt oder isst die Muttermilch in veränderter Form des anderen Säugetiers. Oder kocht gar seine Nahrung. Das fleischhaltige Kochkost in Zusammenhang mit vielen künstlichen Zusatzstoffen der Industrie nicht gesund sein kann, sollte bald jedem einleuchten - wenn wir uns umschauen.
    Also Plan B? Rohe vegane vorwiegend GRÜNE Kost ... :-)
    Liebe Grüße
    Astrid

  • #2

    Jen (Dienstag, 17 Mai 2016 17:57)

    Danke liebe Astrid, ja der Plan B ist eigentlich mein Plan A ;) manchmal kommt Plan B wo sich mal "alte" gewohnte (aber immerhin vegan und glutenfrei) Kost einschleichen, aber ich merke immer wieder ROH tut so gut und GRÜN auch ;)
    Liebe Grüße, Jen