Maca - Die Wunderknolle

 

Kennst du schon die Macawurzel?

Welche positiven Wirkungen sie auf den Menschen und seine Gesundheit hat?

 

Wenn du beide Fragen mit Nein beantwortet hast oder vielleicht nur mal den Namen oder flüchtig etwas darüber gehört hast, dann ist dieser 

Artikel bestimmt etwas für dich.

Was ist die Maca-Wurzel?

 

Maca ist eine Knolle die ein wenig aussieht wie eine Pastinake in runder, kleiner Form und sie ist eine wahrliche Wunderknolle. Sie gehört, genau, wie auch Kohlarten, zur Familie der Kreuzblütengewächse.

 

Sie kommt aus Südamerika, genauer gesagt aus den peruanischen Anden wo sie seit ca. 2000 Jahren angebaut wird. Dort oben in 4000 Meter Höhe ist sie starken klimakterischen Veränderungen ausgesetzt, wie Sturm, unterschiedlich starken Temperaturschwankunen und auch starker Sonnenbestrahlung. Dennoch ist sie eine sehr robuste und widerstandsfähige Pflanze welches sich in ihrer Heilweise auch wiederspiegelt. 

 

Dort wo sie her kommt wird sie als Nahrungs- und Heilpflanze genutzt. Hier bei uns, bekommt man sie eher in Pulver- oder Kapselform.  Das Pulver gibt es auch in Rohkostqualität.

 

 

Inhaltststoffe Maca

 

Maca enthält viel Eiweiß und Kohlenhydrate, zudem aber auch sehr, sehr viele Mineralien besonders hervorzuheben sind hier Calcium und Magnesium, so wie viele wichtige Spurenelemente, z.B. Eisen, Jod und Zink. Diese haben einen nicht geringen Stellenwert. Aber auch Vitamine, besonders Vitamin C und B-Vitamine und wichtige Fettsäuren prägen diese Knolle.

 

Ich bin durch Zufall auf Maca gestoßen als ich damals etwas "natürliches" für meine Zyklusstörungen gesucht habe. Und ich wurde hier fündig. 

 

Nun verrate ich dir aber was die Maca-Wurzel alles tolles kann und welche Auswirkungen sie auf unseren Körper hat. 

Für mehr Energie und weniger Stress

 

Maca wird auch als peruanischer Ginseng bezeichnet, denn sie wirkt wie ihr "Partner" der chinesische Ginseng allgemein stärkend auf Körper und Geist. Und hat zudem noch ein viel größeres Wirkspektrum zu dem wir später kommen.

 

Maca macht stressresistenter. Das kommt wahrscheinlich daher weil die Knolle adaptogen wirkt. Adaptogen bedeutet soviel wie ausgleichen/anpassen. Der Körper versucht generell immer die Homöostase (das Fließgleichgewicht im Körper) aufrecht zu erhalten, nur kann es durch zuviel Stress, äußere Umwelteinflüsse, falsche Ernährung etc... natürlich trotzdem durcheinander kommen. Hier hilft die Macawurzel.

 

Die Wurzel hat einen positiven Einfluss auf das gesamte endokrine System und gerade auch auf die Nebenniere (welche unsere Stress- und Geschlechtshormone produziert) und auch auf die Schilddrüse, die einen großen Einfluss auf sehr viele Funktionen im Körper hat (Zyklus, Energiehaushalt, Herz-Kreislauf, Verdauung,...).  

 

So verschwinden unter der Einnahme von Maca sehr häufig auch Symptome wie Erschöpfung, depressive Verstimmungen und Müdigkeit.

Steigerung der Libido und der Potenz 

 

Die wenigsten sprechen darüber, aber dennoch gibt es diese Zeiten des absoluten Lustmangel auf Sex. So welche Zeiten hat wahrscheinlich jeder einmal im Leben, nur wenn so eine Zeit länger andauert, kann es schon die Person selbst und besonders auch eine Partnerschaft belasten.

 

Maca ist dafür bekannt ein natürliches Aphrodisiakum zu sein. Es wurde in mehreren Studien belegt das die Wurzel einfach für mehr Lust auf Sex sorgt. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.

 

Auch die Orgasmusfähigkeit wird durch diese Knolle gefördert.

 

Bei den Männern führt sie zudem zu einer besseren Potenz.  So kann die Knolle bei vielen Fällen das nebenwirkungsreiche Viagra ablösen.

 

Wichtig: Wer nicht unter Libidomangel leidet aber die Knolle aus einem anderen Grund gerne nehmen möchte, muss keine Angst haben das seine Lust ins unermessliche steigt.  Auch hier wirkt die Wurzel wie oben schon beschrieben ausgleichend.

Zyklusregulation und Förderung der Fruchtbarkeit

 

Auch in diesem Bereich wirkt sich die Wurzel positiv aus. In Tests die mit Männern zwischen 20 und 40 Jahren durchgeführt wurde und die über mindestens 3 Monate Maca bekamen, hatte sich die Spermienanzahl bereits nach 2 Wochen verdoppelt.  Dennoch wird Männern die ihre Spermienanzahl- und Qualität verbessern möchten, empfohlen eine Maca-Kur über mindestens 4 Monate zu machen (da die Reifung der Spermien schon 3 Monate dauert).

 

Auch auf die Fruchtbarkeit der Frau wirkt sich Maca sehr positiv aus. Obwohl in Blutuntersuchungen keine wirklichen sichtbare Veränderung der Hormonlage durch die Einnahme von Maca gekennzeichnet wurde, gehen Experten davon aus das sie dennoch einen ausgleichenden Effekt auf die Hormone wie Progesteron-, Östrogen und Testesteron haben, welches die enormen Verbesserungen in diesem Bereich erklärt.

 

Es erhöht nicht nur die Fruchtbarkeit sondern hilft auch Frauen ohne aktuellen Kinderwunsch die Zyklus- oder Wechseljahrsprobleme haben. Egal ob verkürzte oder verlängerte Zyklen, Schmierblutungen, das prämenstruelle Syndrom oder (nächtliche) Hitzewallungen und Schlafstörungen, in all den Bereichen ist es ein Versuch wert das Macapulver auszuprobieren. 

 

Ich selbst litt eine ganze Weile unter Zyklusstörungen mit verkürzter 2. Zyklushälfte und Schmierblutungen und fiesem PMS, was auch mit meiner Hashimoto-Erkrankung zusammen hängen kann, allerdings wie oben erwähnt, wirkt ja Maca eben auch sehr positiv auf die Schilddrüse und hat hiermit wohl einen doppelten Effekt. 

Stärkung des Immunsystems

 

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, auch wenn über diese Wirkung allgemein nicht so viel gesprochen wird wie über die oben genannten, das Immunsystem positiv beeinflusst wird. 

 

Dadurch das die Knolle den Körper rundum mit vielen wertvollen Vitalstoffen versorgt und die Macawurzel auch eine sehr gute antioxidative Wirkung hat, unterstützt sie natürlich positiv das Immunsystem. Auch der Aspekt das sie  stressresistenter macht spielt hier mit ein. Denn so hilft sie dem Körper sich selbst zu schützen, denn Stress schwächt nachweislich das Immunsystem.

 

Auch die vielen Ballaststoffe die in der Wurzel enthalten sind, helfen den Darm zu reinigen und wie ich schon in meinem Darm-Gesundheitsartikel beschrieben habe, ist ein gesunder Darm absolut wichtig für ein gesundes Immunsystem und allgemein für einen gesunden Körper. 

Anwendung und Dosierung

 

Die Macawurzel wird oft kurmäßig, über einige Monate angewandt.  Aber auch ein längerer Gebrauch ist möglich. Dennoch wäre es da gut zwischendurch ab und an eine Pause von wenigen Wochen zu machen.

 

Gerade Frauen und Männer die ihre Fruchtbarkeit verbessern wollen, sollten mindestens eine 4 bis 6-monatige Kur mit Maca durchführen. Aber auch wenn nur Zyklusprobleme bestehen ist eine längere Einnahmedauer sehr empfehlenswert.

 

Bei Zeiten mit Energiemangel und schlechter Stimmung, reicht es manchmal schon bei Bedarf ein Teelöffel Macapulver in seinen Smoothie oder rohen Kakao (Doppelkick, da der Kakao auch schon sehr viel Energie gibt)  zu geben. 

 

Der nussig-vanillige Geschmack des Macapulvers passt meiner Meinung nach besonders gut in roh-vegane Schokolade oder Schokoshakes oder auch in Desserts oder Energyballs. 

 

Die Tagesdosis sollte maximal 3 g betragen. Ich empfehle es immer mit wenig anzufangen (z.B. ein viertel oder halben Teelöffel) und es dann langsam zu steigern. 

 

Wichtig ist noch zu erwähnen das, da Maca ja zu den Kreuzblutengewächsen gehört, sie auch eine goitrogene Wirkung haben (goitrogen bedeutet kropffördern. Ein Kropf kann entstehen wenn gleichzeitig zu wenig Jod mit der Nahrung aufgenommen wird).  

Hier kann ich von mir persönlich berichten, das ich diese Erfahrung nicht gemacht habe. Ich konnte sogar unter der Anwendung von Maca (und meiner veganen Rohkost) meine Schilddrüsenhormone absetzen.

Ich hoffe ich konnte dir ein kleinen Einblick in die Welt der Macawurzel geben. Vielleicht probierst du sie auch mal aus, oder falls du das schon hast, berichte mir sehr gerne von deinen Erfahrungen damit.

 

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann freue ich mich wenn du ihn teilst.

 

Und wenn du selbst gesundheitliche Probleme hast, deine Ernährung umstellen/verbessern möchtest und dich endlich wieder gut fühlen möchtest, dann schau dir doch mein Coaching-Angebot an, ich unterstütze dich gern auf deinem Weg zu Gesundheit und Lebensfreude.

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Kommentare: 6
  • #1

    Franzi (Dienstag, 17 Mai 2016 12:58)

    Hallo Jen, ich würde Maca gern ausprobieren. Es gibt eine Vielzahl an Angeboten, gibt es etwas worauf ich beim Kauf achten sollte? Außerdem verstehe ich die Anmerkung mit den Pausen nicht so richtig. Soll man die Pause dann nach den 6 Monaten machen? Und gibt es sonst noch etwas zu beachten, zum Beispiel, dass man es morgens nehmen sollte oder abends oder so..?
    Danke dir für den interessanten Artikel!

  • #2

    Jen (Dienstag, 17 Mai 2016 17:55)

    Hallo liebe Franzi,
    danke für deine Fragen. Also mit Maca für eine gewisse Zeit mit Pausen, meinte ich das man es gut kurmäßig einnehmen kann/sollte für einige Monate. 3 Monate mindestens, zumindest wenn man z.B, unter Erschöpfung leidet, hormonelle Probleme hat, seine Libido verbessern möchte oder ähnliches. Nimmt man es sehr unregelmäßig, nur ab und an, können halt nicht so positive Ergebnisse erzielt werden.
    Es wird empfohlen während einer "Dauereinnahme" hin und wieder mal eine Pause von 1 bis wenigen Wochen zu machen, denn dann würde kein Gewöhnungseffekt entstehen und das Maca würde beim wieder anfangen noch effektiver wirken.
    Ich habe eine viel zu lange Pause von 8 Monaten gemacht und dadurch hat mein Zyklus wieder angefangen zu spinnen, aber ich habe wieder mit angefangen und es pendelt sich wieder ein.
    Also es kommt immer darauf an aus welchem Grund man das Maca gern einnehmen möchte.
    Täglich 1 Teelöffel ist ideal, ob du ihn morgens oder abends nimmst ist ganz dir überlassen. ich nehme es früh morgens, quasi als Starter für den Tag (das ich es nicht vergesse ;)) und ich denke morgens mit leerem Magen wird es am besten dann aufgenommen.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Liebe Grüße Jen

  • #3

    Sabrina (Freitag, 10 Februar 2017 12:20)

    1kg Maca ist heute angekommen. Na dann kann es ja jetzt losgehen. Hoffe die Periodenprobleme nachdem Pille absetzen pendeln sich hier wieder ein. Danke für die wertvollen Hinweise in deinem Artikel. Immer schön und informativ dich zu lesen.

  • #4

    Jen (Montag, 13 Februar 2017 10:21)

    Hallo Sabrina, ich drücke dir die Daumen!!! Maca ist wirklich toll!!!

  • #5

    Jacqueline (Samstag, 18 Februar 2017 09:30)

    Hallo was ist mit dem Jod was da drin ist?Mal sollte doch hoffentlich bei hashimoto vermeiden?Ich habe seit Jahren Libidoverlust und bin auf der Suche nach Hilfe ;-)

  • #6

    Jen (Samstag, 18 Februar 2017 19:08)

    Hallo Jacqueline, ich persönlich bin der Meinung das man bei Hashimoto nicht auf Jod verzichten muss. Besonders wenn man, wie ich, keine Schilddrüsenhormone einnimmt, denn der Körper bzw. die Schilddrüse kann nur selbst Schilddrüsenhormone herstellen wenn Jod vorhanden ist. Aber es ist wichtig auf gute Jod-Quellen zu achten: Eben auf Maca, Feldsalat, Brokkoli, Algen....Bei Algen wiederum sei zu erwähnen das sie ja einen sehr hohen Jodgehalt haben und von daher erst nur ganz minimal angewendet werden (meist braucht man davon eh nicht so viel).
    In Maca ist aber nicht so viel Jod drin, von daher macht das für gewöhnlich bei Hashimoto keine Probleme, im Gegenteil, mir hat es immer geholfen. Und auch der Libido hilft es wieder in die Puschen zu kommen ;)
    Ich empfehle dir mit wenig zu starten, etwa 1/2 Teelöffel täglich und dann nach einiger Zeit auf 1 Teelöffel (gestrichen) zu steigern und bis auf 1 gehäuften Teelöffel.
    Liebe Grüße Jen