Richtig wünschen und dankbar sein


Das Jahr 2015 neigt sich langsam dem Ende entgegen und wie es bei mir immer so ist schaue ich mir mein ganz persönlichen Jahresrückblick an. 


Was war gut dieses Jahr, was weniger, was hilfreich, was hätte ich mir sparen können, was habe ich gelernt,  von welchen Menschen habe ich mich in diesem Jahr getrennt und welche Menschen sind neu hin zu gekommen und haben mein Leben bereichert?

Kennst du das?

 

Hast du auch dein ganz persönlichen Jahresrückblick? Und wie bereitest du dich auf das neue Jahr vor? Oder ist dir das gar nicht so wichtig?

 


 

Und dann krame ich sie wieder hervor, meine alte Wunschliste. Also die vom vorherigen Jahr, in diesem Fall: Dezember 2014 und lese gespannt was sich erfüllt hat und was (noch) nicht oder eben auf eine andere Art. Sehr spannend sage ich dir. 

 

Und bevor ich mich dann an die neue Wunschliste für das nächste Jahr anfange schreibe ich erstmal eine Dankesliste.

Dankesliste

 

Eine Dankesliste zu schreiben gehört für mich mit dem "wünschen" irgendwie zusammen. Es zeigt eben das ich auch dankbar für das erreichte und für das was ich bekommen habe bin. 

 

Auf dieser Liste schreibe ich alles auf für was ich dieses Jahr dankbar bin. All das was mich glücklich gemacht hat, was mein Herz zum hüpfen gebracht hat, was mir Freudestränen in die Augen gezaubert hat. Es müssen auch gar keine großen Dinge gewesen sein, manchmal kann ein wunderschöner Familienausflug mehr wiegen als ein Geldgewinn ;) 

 

Ich finde dankbar sein und seine Dankbarkeit zeigen ist sehr wichtig.Wie siehst du das? schreibst du auch eine Dankbarkeitsliste für das Jahr 2015? 

 

Was würde darauf stehen? Wofür bist du am meisten dankbar in diesem Jahr , was zaubert dir noch heute ein Lächeln auf dein Gesicht und lässt dein Herz warm werden?

Wünsch dir was....

 

 

Und erst danach wandert mein Blick Richtung neuem Jahr!  Wir sind ja nun alle keine Hellseher (zumindest die meisten nicht ;) ) und niemand weiß so genau was das neue Jahr einem bringt.  Auch wenn jeder so gut wie möglich dafür sorgen kann das es ein schönes Jahr wird, auf manche Sachen hat man eben keinen Einfluss und muss Sachen ggf. hinnehmen oder sie als Lernaufgaben verbuchen.

 

Ich schreibe trotzdem jedes Jahr eine Wunschliste fürs neue Jahr! 

 

Eine Wunschliste??? Ich kann mir vorstellen das einige das vielleicht etwas merkwürdig finden. Wunschzettel schreiben, gehört das nicht in die Kategorie Kinder und Weihnachten!  Aber hey, man ist nie zu alt um sich etwas zu wünschen. Und um es mit den Worten der toten Hosen auszudrücken "Es kommt die Zeit, ohoh, in der das wünschen wieder hilft."  ... wenn wir nur daran glauben....

 


Schreib deine persönliche Wunschliste

 

Und in dem du deine Wunschliste schreibst, deine Wünsche auf Papier bringst, manifestierst du sie und verstärkst die Wirkung.

 

Also los, trau dich ... hol dir ein Zettel (oder ein schönes Buch, das habe ich ;)  ) und ein Stift und dann schreib darauf los was du dir für 2016 wünschst. Es gibt auch keine Begrenzungen. Du ganz allein entscheidest was du dir wünscht und was auf deine Wunschliste kommt. 

Natürlich kann es sein das sich mehrere Wünsche nicht erfüllen, das man denkt "Das ist doch viel zu utopisch...das bekomme ich eh nie."  Als Beispiel jetzt . Du möchtest unbedingt ein tollen Sportwagen, weißt aber eigentlich genau das es finanziell so wie es jetzt bei dir ist nicht machbar ist, ABER schreib ihn trotzdem und gerade deshalb auf deine Wunschliste...., vielleicht wird der Wunsch eben 2016 noch nicht erfüllt, aber durch das aufschreiben wird der Wunsch tief in deinem Unterbewusstsein verankert.... und das Unterbewusstsein versucht immer alles dafür zu tun das wir unsere Wünsche und Ziele erreichen/bekommen :)  Und man muss auch nicht wissen auf welchem Wege dies geschieht....das ist das schöne. Einfach wünschen und....LOSLASSEN!

Ich empfehle trotzdem auf der Liste nicht nur materielle Wünsche fest zu halten, aber das ist natürlich ganz dir selbst überlassen. Wenn es dich glücklich macht und für dich das ist was du möchtest ....  ;)

 

Meine Liste bestand im letzten Jahr vorrangig nicht aus materiellen Wünschen auch wenn da sicher das ein oder andere dabei war ;)   Und meine Liste war seeeehr lang :D

 

Ich habe jeden einzelnen Punkt nummeriert und umkreist und am Ende des Wunschjahres,  krame ich die Liste wieder hervor und schaue was sich davon alles erfüllt hat. Und jeden Wunsch der sich erfüllt hat, kann man die umkreiste Zahl bunt ausmalen.

 

Ich habe schon mal auf meine Wunschliste 2015 geluchst, es hat sich natürlich nicht alles erfüllt, aber die die mir sehr wichtig waren (nicht-materielle) auf jeden Fall. Und ich habe auch gesehen das einige (wenige) Wünsche die ich auf die lange Liste geschrieben hatte,  im Laufe des Jahres eigentlich ihre Bedeutung verloren haben. So hab ich bei denen dann gemerkt: Der Wunsch war wohl doch nicht so groß dafür, bzw. jetzt ist der Wunsch gar nicht mehr da. Und so werden die Sachen auch nicht auf meine neue Liste übertragen.

Von Vorsätzen und wie man RICHTIG wünscht

 

Ich schwenke mal kurz ab von der Wunschliste zu den Vorsätzen zum neuen Jahr. Weil das ja etwas ähnliches ist.

 

Gehörst du auch zu den Menschen die sich jedes Jahr wieder "Gute Vorsätze" vornehmen fürs neue Jahr?

 

Ich sehe das immer wieder. So viele Menschen nehmen sich kurz vor Silvester gute Vorsätze für das neue Jahr vor, die sie aber meist eh nie länger als ein paar Tage durch halten.

 

Woran liegt das?

 

Ich denke einfach weil ein Druck dahinter steht etwas "zwanghaft" durchzuhalten bzw. zu denken durch halten zu müssen. 

 

Man MUSS jetzt Sport machen. Man DARF NICHT mehr rauchen. Man MUSS sich gesund ernähren etc....

 

Das ist meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt. Denn die wenigsten Menschen schaffen es wohl wirklich in fröhlich-feuchter Feierlaune bis Mitternacht zu rauchen und es dann spontan und "für immer"  ab dem Feuerwerk sein zu lassen!   Ich kann selbst davon ein Lied singen, ich weiß gar nicht wie viel Silvester ich daran gescheitert bin mit dem Rauchen aufzuhören.  Und aufgehört habe ich dann schließlich am 26.04.2005 - ohne Feuerwerk -  dafür mit Erfolg  ;) 

 


Zurück zur Wunschliste

 


Warum also nicht auf seine Wunschliste schreiben  "Ich wünsche mir das ich ab 2016 schaffe das Rauchen aufzugeben."  oder  "Ich wünsche mir das ich 2016 wieder mehr Sport mache."  bzw.  "Ich wünsche mir das ich 2016 die für mich ideale Sportart finde mit der ich fitter werde."  Das nimmt den Druck, aber der Wunsch ist "abgespeichert"  :) 

 

 

POSITIV

 


Ganz wichtig ist auch WIE genau man seine Wünsche FORMULIERT. 

 

Es ist wichtig seine Wünsche POSITIV zu formulieren. Das bedeutet keine Verneinungen oder ähnliches.

 

Schreibst du z.B.  "Ich wünsche mir das ich 2016 keine Kopfschmerzen mehr habe."   versteht dein Unterbewusstsein  "Ich wünsche mir das ich 2016 mehr Kopfschmerzen habe."  Da das Unterbewusstsein kein KEIN oder NICHT kennt.

 

Also schreibe lieber  "Ich wünsche mir das ich 2016 eine Möglichkeit finde meine Kopfschmerzen hinter mir zu lassen"   oder  "Ich wünsche mir für 2016 Schmerzfreiheit"  .

 

Geh nach deinem Gefühl aber formuliere den Wunsch auf alle Fälle positiv. Er sollte sich natürlich für dich aber auch stimmig anhören. Schreibst du dir ein positiven Satz auf denkst aber die ganze Zeit "Ne das kann ja nicht sein, wie soll das gehen?"  oder fühlt es sich für dich ganz komisch an, dann verändere den Satz soweit das er für dich stimmig ist.

Kreativ wünschen


 

Oder bastel dir doch ein Visionboard. Hast du davon schon mal gehört oder es gar auch schon gemacht?

 

Wenn du ein Typ bist der gerne jederzeit seine Träume und Wünsche vor Augen hat. Den das motiviert und wenn du generell eher der visuelle Typ bist, dann ist vielleicht das Visionboard eher etwas für dich.

 

Allerdings schließt das eine das andere nicht aus . Ich mache beides: Wunschliste schreiben und noch zusätzlich Visionboards basteln.

 


 

Was genau ist ein Visionboard?

 

Ein Visionboard ist eine Art Tafel die du selbst kreativ gestalten kannst , wie du magst. Es gibt kein falsch oder richtig dabei, denn es ist DEIN Visionboard.

 


Du brauchst dafür:

  • Ein Board (egal welcher Art, anbieten tun sich Tonkarton, Kork, dicke Pappe, Holzbretter,....)
  • viele Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte oder Kataloge  (besonders schön finde ich solche Zeitungen wie "Herzstück"  "Happinez" und ähnliches, aber ich habe auch Sachen aus ganz normalen Tageszeitungen ausgeschnitten)
  • Eine Schere
  • Klebstoff

 


Und schon kann es los gehen! 

 

 

Mach es dir auf dem Sofa oder wo es dir beliebt, am besten mit einer Tasse heißen Tee oder einem feinen (Roh-veganen) Kakao bequem, durchblätter die Magazine und lass dich inspirieren. 

 

Wenn dich ein Bild, ein Wort oder eine Grafik/Zeichnung, was auch immer, besonders anspricht, dann schneide es heraus. Auch wenn du vielleicht im ersten Moment nicht verstehst was das mit deinen Wünschen zu tun haben soll.  Dies ist eine schöne intuitive Arbeit, die so kreativ ist und so viel Spaß macht ( selbst mir als Bastelmuffel!)

 

Sammel so viel zu magst. Du musst nicht alles an einem Tag machen. Du kannst dir eine Hülle anlegen wo du alle deine ausgeschnittenen Werke sammelst  (Achtung, Tipp anbei: Pack sie auch wirklich in die Hülle und lass sie nicht einfach rumliegen, sonst könnte es sein das sie, von anderen, in deinem Haus lebenden Personen, in den Hausmüll verfrachtet werden ;)  ) 

 

Du kannst natürlich auch mehr als 1 Visionboard machen. Ich muss gestehen als Jahresvisionboard habe ich immer noch das 2014 er....also welches ich Ende 2013 gemacht habe....und es hat mir so sehr geholfen und es hat sich so viel davon erfüllt und ich finde es so schön, das es immer noch in meinem Schlafzimmer steht.

 

Du kannst also jedes Jahr ein neues machen, aber auch das alte weiter nutzen. Du kannst aber auch für bestimmte Themen: Z.B.  ein (Traum)Urlaub oder für einen neuen Job oder was auch immer, ein extra Visionboard anlegen.  Wie du magst. Es ist ganz dir überlassen



 

Positive Effekte vom Visionboard:

  • Du hast es (und damit deine Wünsche und Träume) jeden Tag im Blick und so verstärkt sich die Wirkung positiv in deinem Unterbewusstsein
  • Die Arbeit an sich ist so kreativ und es ist wie eine kleine Erholungs/Entspannungspause (Weg vom Stress....)
  • Du kannst für jedes deiner Wunsch-Themen ein extra-Visionboard machen und du kannst auch mit deinen Kindern zusammen eins basteln (Meine machen das total gerne).
  • Du kannst sie aufstellen wo du magst: Im Wohnzimmer, in der Küche, am Arbeitsplatz, im Schlafzimmer, theoretisch kannst du dir kleine Visionsboard basteln die du sogar mit auf Reisen nehmen kannst 


Übrigens als Alternativ zu den Bastel-Vision-Boards und wenn du gut malen oder zeichnen kannst kannst du dir natürlich auch dein eigenes Visionboard malen!  


Sei experimentierfreudig und kreativ ....  dann wird es traumhaft werden.

Und du?


Wie hat dir mein Artikel zum Thema richtig wünschen gefallen?

Ich freue mich auf dein Kommentar in dem du mir vielleicht verrätst ob du auch Visionboards bastelst oder wie du beim Wünschen vorgehst!  


Gerne darf dieser Artikel auch, wie alles andere hier, geteilt werden.



Stay HAPPY and HEALTHY with lots of RAWFOOD


Jen

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Kommentare: 2
  • #1

    Hans-Jürgen (Donnerstag, 10 Dezember 2015 00:11)

    Hallo Jen,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich gehöre auch zu denjenigen, die eine Bilanz des letzten Jahres und eine Zielliste für das kommende Jahr machen, aber meist erst in der Zeit "zwischen den Jahren", weil ich dann mehr Ruhe dazu habe,... nach dem Weihnachts-Stress :-) Komisch, auf die Idee, das mit Dankbarkeit zu verbinde, bin ich noch nie gekommen... bei mir heisst es immer nur: Ziel erreicht? Nicht? Was fehlt noch? Neues Ziel? usw... Und es sind bei mir eben auch Ziele und keine Wünsche... Auch die Idee mit den Vision-Board finde ich interessant... werde ich dieses Jahr mal angehen. Danke für die vielen tollen Tipps :-) Und besonders für den Tipp, die Schnippsel nicht rum liegen zu lassen (Hihi... :-))
    Liebe Grüße
    Hans-Jürgen

  • #2

    Jen (Donnerstag, 10 Dezember 2015 05:27)

    Hallo Hans-Jürgen, vielen Dank für dein Feedback. Ich mache das mit der Wunschliste schreiben gewöhnlich auch erst zwischen den Feiertagen...nur wenn ich da erst den Artikel geschrieben hätte, wäre es ja für die anderen zu spät ;) Also meine Wunschliste 2016 ist noch nicht geschrieben, Dankbarkeitsliste auch noch nicht, aber auf jeden Fall dann nach Weihnachten ;)
    Und ich glaube es ist eigentlich auch egal ob man es Wünsche, Träume oder Ziele nennt ! (oder vielleicht gibt es noch ein anderen schönen Begriff?!)
    Ja und das mit dem Visionboard macht so viel Spaß (und wie gesagt ich habe basteln und kleben und so immer gehasst, aber so ist das richtig schön).
    viele liebe Grüße
    Jen