Das GLUTEN-Experiment

Diesen Artikel möchte ich gerne dem Thema Gluten widmen und erzählen warum ich seit einigen Jahren auf Gluten verzichte und der Meinung bin das sehr viele Menschen von einer glutenfreien Ernährung profitieren können.

Gluten!? - Was ist das eigentlich?

 

Gluten ist ein in typischen Getreiden wie Weizen, Roggen, Gerste, Kamut, Dinkel, Hafer, Einkorn etc. vorkommendes spezielles Eiweissgemisch welches sich aus verschiedenen Proteinen zusammen setzt. Das eigentliche Gluten entwickelt sich aber erst wenn das Eiweissgemisch mit Wasser in Verbindung kommt. 


Das Gluten sorgt in Brot- und Teigwaren genau für die Konsistenz die bei den meisten Menschen so beliebt ist. Der Teig hält gut zusammen und macht Brot und Brötchen schön "fluffig".

Was ist schlecht am Gluten?!


Vorrangig ist Gluten schlecht für diejenigen die an der Autoimmunerkrankung Zöliakie leiden. Hierbei besteht eine Unverträglichkeit auf ein oder mehrere der Glutenbestandteile und führt so zu einer chronischen Dünndarmentzündung, deren einzige Behandlungsmöglichkeit in dem kompletten Verzicht auf Gluten besteht.


Anmerkung hierzu: Gerade bei der Hashimoto-Thyreoiditis besteht wohl ein Zusammenhang zur Zöliakie. Bedeutet viele Menschen mit Zöliakie haben gleichzeitig auch Hashimoto bzw. umgekehrt. Bei mir weiß ich leider nicht ob ich Zöliakie habe, da ich bereits zu lange glutenfrei esse und ein Test dabei bei mir immer negativ ausfallen würde. 


In den letzten Jahren nahmen die Schlagzeilen um das Gluten immer mehr zu, dabei ist mir aufgefallen das es immer mehr verschiedene Meinungen gibt zu dem Thema gibt:

  • Die einen sind der Meinung Gluten ist nur ein Problem der Zöliakiebetroffenen
  • Andere wiederum meinen das es zu der Zöliakie noch eine Glutenunverträglichkeit bzw. Sensivität gibt, die man aber weder im Blut noch bei einer Dünndarmbiopsie feststellen kann (hierzu habe ich mehrere Berichte gelesen in jeweils drin stand das 75 % der deutschen Bevölkerung an einer Glutenunverträglichkeit leiden)
  • Viele sind der Meinung das Gluten bei Autoimmunerkrankungen auf jedenfall vermieden werden sollte, aber bei sonst gesunden Menschen keine Probleme bereitet.
  • Dann gibt es noch die die der Meinung sind das Gluten per Se für alle Menschen schlecht und gefährlich ist.

Und was ist nun wahr? 

Meine persönliche Gluten-Erfahrung


Ich war bereits einige Jahre Heilpraktikerin und das Thema Gluten war mir hin und wieder schön öfter begegnet, aber so wirklich habe ich mich ihm nie gewidmet, habe ich

  1. doch zu gern Brot- und Teigwaren gegessen
  2. hatte ich das Gefühl "meine persönlichen Beschwerden" könnten gar nicht mit Gluten zusammen hängen (dafür wären sie ja zu unspezifisch)

Nun war es aber so das ich eines Tages auf einen Bericht stieß (damals hatte ich schon meine Diagnose Hashimoto bekommen) das Gluten Autoimmunkrankheiten anheizt.  Ich las den Bericht und plötzlich beschäftigte ich mich WIRKLICH und intensiv mit dem Thema Gluten und alles kam mir auf einmal sehr logisch vor.


Da Gluten ja ein sogenanntes Klebereiweiss ist, was genau DAS macht, nämlich kleben....ja was passierte denn dann in unserem Verdauungstrakt damit?!


Von einigen Seiten wird es so beschrieben das Gluten auch die Dünndarmschleimhaut (gerade der erste Teil des Dünndarms ist aber der Ort der höchstens Nährstoffaufnahme)  verklebt. Unser Immunsystem (welches ja zu 80% ebenfalls im Darm sitzt) versucht dann eine "Lösung" zu finden und schickt Entzündungsboten um das Problem zu beheben, dies kann aber auch im weiteren Falle zu dem Leaky-Gutt-Syndrom führen (durchlöcherter Darm), besonders wenn der Darm eh schon vorgeschädigt ist durch z.B. Medikamente (hier besonders Antibiotika, Analgetika , Cortison etc.), Stress und anderweitiger schlechter Ernährung.


Dies wiederum führt dazu das giftige Stoffe ganz einfach vom Darm direkt in die Blutbahn gelangen und so können weitere schwerwiegende Erkrankungen, allen voran die bekannten Autoimmunerkrankungen enstehen. Denn das Immunsystem ist irgendwann komplett irritiert. 



Meine Glutenfrei-Challenge


Ich entschloss mich also spontan die nächste Zeit komplett auf Gluten zu verzichten. Ehrlich gesagt hätte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht erwartet das ich wirklich nie wieder Gluten essen würde. Ich erzählte meinem Mann von dem Vorhaben, gab vorerst meine kompletten glutenhaltigen Mehle etc. weg und besorgte mir alles was man für eine glutenfreie Küche braucht. Und schon startete mein Projekt.


Es dauerte keine Woche da fühlte ich mich um Welten besser. Ich war wirklich so verblüfft und dachte erst das könne doch nicht allein vom Glutenfrei kommen, aber woran sollte es sonst so plötzlich liegen?


Ich muss dazu sagen das ich seit meiner frühesten Kindheit an starker chronischer Übelkeit gelitten hatte. Es gab glaube ich kein Tag an dem mir nicht übel war, an manchen Tagen war es vielleicht nicht so schlimm, aber ansonsten war es eine furchtbare Quälerei für mich gewesen. Allerdings hatten medizinische Untersuchungen nie etwas ergeben, aus schulmedizinischer Sicht war ich gesund und meine Dauerübelkeit sollte psychosomatischer Natur gewesen sein.


Merkwürdig nur das sie in gerade in der ersten Woche der Glutenfrei-Challenge so gut wie gar nicht da war. Danach merkte ich sie zwar noch ab und an mal, aber sie war viel leichter und trat kürzer auf. Es war für mich wie ein Wunder, weil ich mich endlich richtig gut fühlte. Auch heutzutage habe ich kaum noch mit Übelkeit zu tun. 


Zudem fühlte ich mich auch allgemein viel besser. Ich war nicht mehr ständig so müde (was aber natürlich auch an meinem hohen Rohkostanteil liegen kann, den ich damals auch immer mehr steigerte) und hatte mehr Energie.


Auch starke Oberbauchkrämpfe die einige Monate vor meiner Challenge eingesetzt hatten, wo mein Arzt  auch keine Ursache für finden konnte, waren schlagartig verschwunden und sind bis jetzt nicht wieder gekommen! 


Für mich stand fest - Für mich kein Gluten mehr! Hatte ich es ja vorrangig nur ausprobieren wollen wegen meiner Autoimmunerkrankung dem Hashimoto, so hatten sich nebenbei zahlreiche Symptome verabschiedet. Für mich fast unglaublich, aber ein guter Grund beim glutenfrei zu bleiben! 



Erfahrungen meiner Patienten


Da ich selbst nun diese tolle Erfahrung gemacht hatte, achtete ich nun auch verstärkt bei mir in der Praxis auf diverse Symptome bei Patienten. Gerade bei denjenigen die scheinbar "krank ohne Grund" waren oder die verschiedensten diversesten Symptome hatten sprach ich das Gluten an und fragte die Patienten ob sie nicht  Lust auf ein Gluten-Experiment hätten. Einfach mal für 30 bis 60 Tage das Gluten weg lassen.


Gut ich konnte nicht jeden davon überzeugen es auszuprobieren (manche Menschen sind einfach sehr eingefahren in ihren alten Mustern oder sind einfach nicht bereit, auch nicht probehalber, etwas in ihrem Leben neues zu probieren, da kann ich dann leider auch nichts daran ändern). 


Aber die Leute die es probiert haben, da gab es nicht ein einzigen die nicht von überzeugt wurden. Keiner von denjenigen isst inzwischen mehr Gluten und die interessantesten Symptome verschwanden:

  • Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung
  • Verschiedenste Verdauungsprobleme
  • Kopfschmerzen und/oder Migräne
  • Hautprobleme
  • diverse Lebensmittelunverträglichkeiten (hier allerdings in Kombination mit einer umfangreichen Darmsanierung)
  • Kreislaufprobleme / Schwindel
  • Das Gefühl alles gar nicht richtig wahr zu nehmen, wie in einem "Nebel" zu leben (Brain-Fog)
  • Unkonzentriertheit
  • Innere Unruhe
  • Glieder/Muskelschmerzen
  • Aufgeblähter Bauch 
  • etc...

Eine Patientin von mir hat nach fast 3 Monaten dann nochmal die Gegenprobe gemacht, sie fand es zwar faszinierend das sie nun viele ihrer Beschwerden verloren hatte, konnte selbst aber nicht wirklich glauben das es am Gluten lag. Sie begann also wieder glutenhaltig zu essen...und ihre Beschwerden kamen wieder.

 

Sie ließ dann später noch eine Darmspiegelung mit Dünndarmbiopsie machen und auch ein Bluttest. Beides fiel negativ aus (also definitiv keine Zöliakie). Aber selbst der Arzt dem sie ihre Geschichte erzählte, meinte dann zu ihr das dann wohl das beste für sie sei wenn sie wieder glutenfrei essen würde. Und das machte sie dann auch wieder. Und es ging ihr wieder besser.

Ich selbst kann nicht zu 100% sagen das Gluten für alle Menschen wirklich schlecht ist.


Allerdings bin ich trotzdem davon überzeugt das es jeden Menschen auf die eine oder andere Art helfen würde auf Gluten zu verzichten.


Ich habe einfach  bei mehreren verschiedenen Fällen mit erlebt welche unterschiedlichen Symptome dabei verschwinden können, das ich zumindest der Meinung bin jeder Mensch sollte einmal den 30-Tage (oder auch 60 Tage mit anschließender Gegenprobe, falls er immer noch nicht von überzeugt ist) glutenfrei-Test ausprobieren.

Machst du mit?


Und? Interessiert es dich ob du durch Gluten-Verzicht irgendwelche deiner Zipperlein, Symptome, Beschwerden und/oder Krankheiten verlieren könntest? Oder ob du dadurch mehr an Energie oder seelischem Gleichgewicht finden würdest?


Dann empfehle ich dir die 30-Tage-Glutenfrei-Challenge. Du hast eigentlich nichts zu verlieren außer  das sich im schlechtesten Falle einfach gar nichts verändern würde (so ein Fall ist mir aber noch nicht bekannt ;o) )


In den meisten Fällen bekommen die Menschen durch den Gluten-Verzicht ein Stück Gesundheit und Lebensfreude zurück! 

Wie gehe ich vor?


Am besten ist es das du schon 2 Wochen vor der 30-Tage-Glutenfrei-Challenge startest und damit anfängst all deine Symptome, Zipperlein, Beschwerden (egal ob körperlicher, seelischer oder geistiger Natur) aufzuschreiben. Du kannst dazu ein Befindungstagebuch anlegen.


Kauf dir ein Heft oder ein Büchlein und schreibe jeden Tag auf wie es dir ergangen ist, besonders aber auch WAS du gegessen (und getrunken hast), du kannst ebenfalls auch dein Gewicht dokumentieren (manche Menschen verlieren durch die glutenfrei-Challenge an Gewicht) oder auch dein Blutdruck. Dies ist für dich ein Überblick damit du Veränderungen die du dann auch notierst leichter bemerkst. Aber glaub mir, du wirst sie auch so bemerken, zumindest wenn du gravierendere gesundheitliche Probleme vorher hast.


Starte dann an einem Tag deiner Wahl mit der Glutenfrei-Challenge. Vielleicht magst du dir für die erste Zeit Urlaub nehmen oder du startest an einem Wochenende, schau ganz wie es sich für dich stimmig anfühlt. 


Und jetzt fragst du dich sicher: Aber WAS esse ich denn dann wenn ich auf ALLES glutenhaltige Verzichten muss. Dazu komme ich jetzt.

Was kann ich essen?


Folgende Getreide und Pseudogetreide sind glutenfrei und bieten sich zum Verzehr an:

  • Hirse (sowohl die Goldhirse, als auch Braunhirse)
  • Mais (-waffeln, -nudeln, -brot)
  • Reis (-waffeln, -nudeln, -brot)
  • Teff (-mehl)
  • Amaranth (-mehl)
  • Quinoa (als Bulgur oder Couscous-Ersatz)
  • Buchweizen (-mehl oder gekocht, oder auch roh in gekeimter Form)
  • Tapioka-, Pfeilwurzel oder Maniok (-mehl)
  • Johannisbrotkernmehl (wird meist als Bindemittel verwendet, Ersatz für das Gluten in Teigen)
  • Guarkernmehl (ebenso wie beim Johannisbrotkernmehl)

Im Supermarkt und in Bioläden bekommst du inzwischen glutenfreies Brot, Brötchen zum aufbacken, Cornflakes, Kekse, Pizza und ähnliches. 


Kartoffeln sind zwar kein Getreide, aber sie sind natürlich auch glutenfrei und können ideal als Beilage gegessen werden , anstatt der sonst typischen Nudelgerichte zum Beispiel.


Auch bei Getränken musst du aufpassen. Bier ist generell NICHT glutenfrei und auch bei anderen gerade künstlichen Getränken musst du dich informieren.


Machst du die glutenfrei-Challenge und willst du wirklich 100% auf Gluten verzichten in der Zeit, kommst du leider nicht drum herum beim Einkauf auf die Zutatenliste zu achten (dies ist generell empfehlenswert, damit man mal so vor Augen geführt bekommt, was man doch so alles zu sich nimmt, mit "einem" Nahrungsmittel). 


Gluten kann sich versteckt befinden in:

  • Wurst und Fleisch (gerade paniertes Fleisch besteht ja meist aus einer Weizenpanade, es gibt aber in der Tiefkühltruhe z.B. Hähnchennuggets die mit glutenfreier Panade paniert wurden)
  • besonders auch in Fertiggerichten (auch Tütensuppen, Saucen etc. Diese sind aber generell nicht zu empfehlen)
  • Ketchup, Mayonnaise, Senf etc. (hier gibt es aber inzwischen viele Sorten wo genau drauf steht das sie glutenfrei sind)
  • Milcherzeugnisse wie Joghurt, Quark und Käse und auch Eiscreme
  • Süßigkeiten und Knabberartikel (aber auch hier sind z.B. gerade Chips oft als glutenfrei ausgewiesen)
  • Gewürzmischungen (z.B. auch für Salatmarinaden.  Mach dir lieber deine eigene Marinade frisch selbst)
  • etc

Generell ist der Vorteil der Glutenfrei-Challenge das du jetzt die Chance hast mehr selbst FRISCH zuzubereiten. Und viel weniger Fertigprodukte zu kaufen. Dann weißt du auch genau was drin ist. Und man schmeckt es auch. Selbst und frisch gemacht schmeckt es einfach besser :)


Ich würde dir empfehlen auch auf die Sachen zu verzichten die gekennzeichnet sind mit "Kann Spuren von Gluten enthalten". Wahrscheinlich ist es nicht ganz so schlimm, wenn du ein Stück Schokolade isst wo das drauf steht, aber ich habe versucht das zu umgehen.


Solltest du ins Kino gehen, geh bitte nicht automatisch davon aus das das Popcorn (und die Chips) dort glutenfrei sind. Erkundige dich bitte vorher. Dies kann auch von Kino zu Kino unterschiedlich sein.


Genauso verhält es sich mit Cafés, Restaurants und Bars in denen du eine Kleinigkeit essen möchtest. Frage expizit nach ob sich in einem Gericht Gluten befindet (oft sind z.B. auch simple Pommes glutenhaltig). Ich weiß das klingt nervig, ist es am Anfang vielleicht auch, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.


Beim Brunchen kannst du es z.B. so machen das du dir deine eigenen glutenfreien Brötchen mit nimmst, damit du auch dort was getreidehaltiges essen kannst. Und bei allem anderen : Nachfragen. 


Das mit dem Gluten wird zum Glück immer bekannter und so bieten auch immer mehr Restaurants und Cafés glutenfreie Speisen (gerade in Großstädten wie Hannover, Hamburg, Berlin etc...gibt es einige Restaurants wo du ohne Probleme glutenfreie und auch zugleich, z.B. vegane oder sogar rohköstliche Speisen bekommst). 


Bei mir selbst war es übrigens so das ich am Anfang noch recht viel glutenfreie Backwaren gegessen habe, auch selbst viel gebacken habe, aber durch meine Rohkosternährung dann immer weniger Lust auf richtig "gebackenes" hatte. Und so dann anfing mir rohköstliche Brote zu "backen" ;) Und auch die esse ich nicht jeden Tag. Brauche ich auch nicht mehr.


Meine Brotsucht wurde durch die Glutenfrei-Challenge auch irgendwie geheilt :)

Und, hast du Lust es auszuprobieren? Oder hast du es vielleicht sogar schon ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen mit Gluten? Schreibe mir gerne dazu ein Kommentar.


Und auch wenn du Fragen hast, immer her damit. Ich beantworte sie dir gerne.


Wenn du diesen Artikel hilfreich findest, dann würde ich mich freuen wenn du ihn teilst :) 

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Kommentare: 13
  • #1

    Michaela (Mittwoch, 06 Mai 2015 21:09)

    Liebe Jen, ich schon wieder ;-) ich hätte eine Frage und zwar: Wenn ich Dinkel, Einkorn, Rotkornweizen ect. keimen lasse, verliert es da ein wenig an Kleber? Im Moment esse ich glutenfrei, habe aber noch ne Menge Getreide das ich irgendwie noch verarbeiten sollte.
    herzliche Grüße Michaela

  • #2

    Irene (Donnerstag, 07 Mai 2015 06:50)

    Hallo liebe Jen,
    das Thema interessiert mich sehr und ich würde gerne bei der 30-Tages-Challenge mitmachen :) Ich hätte aber eine Frage: Kannst du mir gute Literatur bzw. Quellen zu Studien etc. nennen, die speziell auf das Thema Leaky-Gutt-Syndrom eingehen? Ich habe bereits Unmengen an Bücher, aber keins davon behandelt dieses Thema ausführlich. Ich lese immer nur hier und da im Internet, dass Gluten schädlich sein soll und dieses und jenes verursachen soll, würde aber gerne tiefer in diese Materie einsteigen.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Irene

  • #3

    Jen (Donnerstag, 07 Mai 2015 12:53)

    Liebe Irene,

    schön das dich das Thema Gluten-Frei interessiert und du Lust hast bei der Challenge mit zu machen.

    Zu der Literatur zum Leaky-Gutt-Syndrom, gute Frage. Ich selbst habe ja Fachfortbildungen besucht und auch selbst recherchiert im Internet bzw. in vielen Büchern steht ja auszugsweise etwas. Ein direktes Buch über Leaky-Gutt-Syndrom ist mir jetzt selbst aktuell auch nicht bekannt.

    Aber ich werde mich mal schlau machen.

    Ich plane übrigens mit einer Freundin eine angeleitete Gluten-Frei-Challenge. Das ist aber wie gesagt noch in Planung.

    Wenn du weitere Fragen haben solltest kannst du mich jederzeit gerne anschreiben.

    Viele liebe Grüße Jen

  • #4

    Jen (Donnerstag, 07 Mai 2015 13:01)

    Hallo liebe Michaela,

    ja das mit dem (an)keimen kannst du machen, damit soll das Gluten sogar komplett eliminiert werden. Aber so 100%ig sicher bin ich mir da nicht, also das ich es jetzt so allen empfehle. Wenn du aber nicht ganz große Probleme mit Gluten hast, kannst du das ganz gut mit dem keimen machen, denn dadurch werden ja auch andere Hemmstoffe abgebaut und der gute Nährstoffgehalt erhöht sich :) Viele Grüße Jen

  • #5

    Michaela (Donnerstag, 07 Mai 2015 14:53)

    Liebe Jen, bis gestern wußte ich noch nicht das ich Probleme mit Gluten habe, aber mir ist was merkwürdiges passiert. Seit März esse ich kein Gluten mehr, ich bin von der Brotsucht weggekommen und esse nur noch Rohkostbrote und sonst auch zu 95 % Rohkost ( die Ibi Aufstriche sind zum Beispiel ja nicht roh). Gestern hat meine Kollegin auf Arbeit Frühstück ausgegeben und "musste" ich ein wenig mitessen- belegte Käsesemmel und Kokos-Quark_Kuchen- was ich ja schon ewig so nicht gegessen habe, nur Vollkornsachen und keine Milchprodukte- seit gestern Abend geht es mir im Bauch um - Blähungen, Völlegefühl, Kopfschmerzen... Kann das sein das es mit dem Gluten zusammenhängt ? Ohne deinen Artikel wäre ich nie auf die Idee gekommen, das vielleicht das Gluten Schuld ist, oder was meinst du ?
    liebe Grüße Michaela

  • #6

    Irene (Donnerstag, 07 Mai 2015 15:01)

    Liebe Jen,

    danke für deine schnelle Antwort!
    Ja es ist echt nicht einfach an ausführliche Studien o.ä. zu kommen. Man liest überall von den gesunden Inhaltsstoffen im Getreidekorn, auf der anderen Seite aber dann die Sache mit dem Gluten und der Überzüchtung. Beim Weizen oder generellen Weißmehlprodukten leuchtet mir die Problematik ja durchaus ein, aber in vielen Aussagen werden dann wirklich gleich alle (glutenhaltigen) Sorten von Getreide verteufelt, so dass man zunehmend verunsichert wird. Die Methode mit dem Keimen-lassen wäre da sicherlich ein Kompromiss.
    Alles Liebe (und ein großes Lob übrigens noch für deinen schönen und informativen Blog!)
    Irene

  • #7

    Jen (Freitag, 08 Mai 2015 10:25)

    Liebe Michaela,
    Ja absolut kann das mit dem Gluten zusammenhängen. Interessant das dir das gleich auch so aufgefallen ist. Und seit März ist ja auch schon ne gute Zeit wo du kein Gluten mehr gegessen hast, da kann das kann wohl bei "Kleinigkeiten" dann schon Symptome machen wenn man doch wieder etwas damit ist.

    Liebe Irene,
    ja es ist alles etwas verwirrend. Im Endeffekt ist es bei mir so das ich auch auf mein BAUCHGEFÜHL höre (das heißt ich mache auch nicht immer alles, oder sehe alles so wie Wissenschaftler das heraus gefunden haben ;) )
    Ich glaube es ist wirklich wichtig zu lernen auf seinen Körper (und seine Seele! ) zu hören und zu vertrauen!
    Das mit dem (an)keimen da hast du natürlich Recht. Ich glaube so war das ganz früher auch als das mit dem Getreide erst anfing, die Menschen haben damals Getreide manuell zermahlen und mit Wasser vermischt und daraus Fladen geformt (ich glaube daraus resultiert das heutige Essener Brot) und das war mit Sicherheit besser verträglicher als das heutige Brot (wobei man da ja auch noch beachten muss was da so noch alles "untergemischt" wird oft).

    Einen wunderschönen Freitag euch beiden!!!! :) Alles Liebe Jen

  • #8

    Michaela (Freitag, 08 Mai 2015 21:29)

    Liebe Jen, danke für deine Antwort. Ich habe noch eine Frage. Du gibst Amaranth mit an als glutenfrei - was auch richtig ist- und ich habe zu gerne Amaranth gekocht gegessen. Kennst du eine Version in Rohkostform ?
    liebe Grüße Michaela

  • #9

    Jen (Freitag, 08 Mai 2015 22:37)

    Ja du kannst Amaranth, genau wie Quinoa keimen lassen. Allerdings ist das bei dem etwas schwerer da er ja schon doch sehr sehr klein ist (wegen dem Abgießen und so durch das Glas). Selbst habe ich Amaranth noch nicht gekeimt, soll aber wohl gehen.

    Ich habe früher immer gerne Amaranth-Puffer gemacht ;) Vielleicht muss ich da mal an einer Rohversion arbeiten ;) Ein schönes Wochenende dir schonmal, LG Jen

  • #10

    Natascha (Sonntag, 12 Februar 2017 00:16)

    Hallo Jen, zuerst einmal danke für deinen tollen Blog! Du hast mich überzeugt und motiviert die 30-Tage-Glutenfrei-Challenge auszuprobieren. Heute endet Tag 27 und ich merke bisher leider noch keine Besserung meiner Symptome (täglich Blähbauch, immer wieder Magen- bzw. Darmschmerzen etc.). Jetzt frage ich mich, ob 30 Tage vielleicht noch zu wenig sind und ich weiter machen sollte mit dem Experiment? Schließlich regeneriert sich ein Darm nicht so schnell, oder doch? Und sollte man eine Glutenunverträglichkeit haben, ist es dann normal, dass man beim Verzicht auf Gluten vorerst weiterhin die Symptome hat oder sollten diese dann sofort verschwinden?
    Ich freue mich auf deine Antwort. Liebe Grüsse, Natascha

  • #11

    Jen (Montag, 13 Februar 2017 10:42)

    Hallo Natascha und vielen Dank für deine Nachricht hier. SChön das du die Glutenfrei-Challenge ausprobiert hast . Schade das du immer noch diverse Beschwerden hast. Dies kann natürlich noch andere unterschiedliche Gründe haben. Hast du z.B. schon mal eine richtige Darmsanierung gemacht?! Oft ist das auch sehr hilfreich, ich begleite einige meiner Patientenen und Online-Coaching-Kunde dadurch und merke immer wieder wie wichtig das ist.
    Glutenfrei ist aber aus meiner Sicht natürlich immer noch sehr wichtig. Und ja in manchen Fällen dauert es auch etwas länger. Ich sage immer so 30 Tage Glutenfrei sollten Minimum sein. 2-3 Monate sind ideal. Und dann kann man gucken was man evtl noch ändert oder ändern muss. Ich schau mir ja bei mir (und meinen Patienten) immer alles "ganzheitlich" an.
    Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Antwort schon ein klein wenig helfen.

    Liebe Grüße

    Jen

  • #12

    Natascha (Mittwoch, 15 Februar 2017 19:17)

    Hallo Jen, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Eine Darmsanierung habe ich noch nicht gemacht. Aber wie du sagst, man sollte es ganzheitlich betrachten. Habe auch schon überlegt einen kinesiologischen Muskeltest zu machen, damit haben Freunde von mir gute Erfahrungen gemacht. Meine Suche nach den Ursachen geht also weiter...

    Liebe Grüße
    Natascha

  • #13

    Jen (Freitag, 17 Februar 2017 09:48)

    Huhuu Natascha,
    ja ein kinesiologischer Muskeltest ist auch eine gute Idee. Da kann man auch nach (weiteren) Nahrungsmittelintoleranzen testen, aber natürlich auch nach anderen Dingen!
    Liebe Grüße Jen