Protein-Pizza

Dieser rohe und pflanzliche Pizzaboden ist voller wertvoller pflanzlicher Proteine aus Hanfsamen und Buchweizen. 

Zudem könnte man sie auch "Anti-Entzündungs-Pizza" nennen, denn sowohl die Hanfsamen mit ihrem hohen Gehalt an Omega3 Fettsäuren, als auch die gekeimten Buchweizen die das sehr wertvolle Coenzym Q10 besitzen, und das gekeimte Braunhirsemehl mit seinem hohen Anteil an Silicium wirken anti-entzündlich. Ebenso auch die Leinsamen die ja auch darin enthalten sind. 


Belegen könnt ihr die Pizza natürlich ganz nach Lust und Laune, aber vielleicht gefällt euch ja auch meine Belag. Nun, aber zum Rezept.

Zutaten Boden:

  • 1 Becher Hanfproteinpulver (oder sehr fein gemahlene ganze Hanfsamen)
  • 2 Esslöffel gekeimtes Braunhirsemehl
  • 3 Esslöffel gekeimten Buchweizen (getrocknet)
  • 3 Esslöffel dunkle Leinsamen
  • 2 Teelöffel Flohsamenschalen gemahlen
  • Himalaya Salz
  • 1/2 Salatgurke


Zutaten Tomatensauce:

  • 8 bis 10 Cocktailtomaten
  • 2 getrocknete Tomatenhälften (eingeweicht)
  • 1 kleines Stückchen Knoblauch
  • 1/2 kleine Frühlingszwiebel
  • Wenig Himalaya-Salz und Pfeffer


Zutaten Belag:

  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 1/2 handvoll frische Spinatblätter
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 1 Esslöffel Wasser
  • Kräutersalz

Zubereitung Pizzaboden:


Mahle den Buchweizen und die Leinsamen fein und gebe sie zusammen mit dem Hanfproteinpulver und dem gekeimten Braunhirsemehl in eine Schüssel. Füge auch gleich die gemahlenen Flohsamenschalen und etwas Salz hinzu und rühre gut durch.


Mixe die Gurke mit wenig Wasser in einem kleinen Mixer und gebe die flüssige Mischung zu der trockenen und rühre mit einem Löffel gut durch, ggf. schon mit den Händen kneten.


Nun den Teig noch 1 Stunde stehen lassen und dann kannst du daraus ein Pizzaboden formen. Wenn du so eine Pizza wie oben auf dem Bild formst bleibt noch Teig übrig. Daraus kannst du Minipizzen formen oder wie ich es jetzt gemacht mehrere kleine Bällchen davon ganz dünn ausrollen und so lange trocknen bis es ganz durchgetrocknet ist (als proteinreicher Knäckebrotersatz).


Den Pizzabogen gibst du für mindestens 6-8 Stunden auf ein Dörrblech bei 40 Grad. Danach kannst du die Folie da unter entfernen und ggf. den Boden auch einmal umdrehen und noch weitere 2-3 Stunden dörren (Es kommt immer auf den jeweiligen Dörrautomaten an, deshalb kann man das mit der Zeit nie so pauschal sagen)

Zubereitung Tomatensauce:


Hier mixt du ganz einfach in einem kleinen Mixer die eingeweichten getrockneten Tomaten mit den frischen und dem Knoblauch und der Frühlingszwiebel. Würze sparsam mit Salz. Ggf. kannst du noch Kräuter nach Belieben (Oregano oder Rosmarin oder Basilikum passt gut) zufügen. Fertig ist die Tomatensauce für deine Pizza.

Zubereitung Pizzabelag:


Wasche die Zucchini und Paprika sehr gut. Dann hobelst du die Zucchini zu sehr feinen (hachdünnen) Scheiben und gibst sie in eine Schüssel. Die Paprika schneidest du auch in sehr feine Stückchen und gibst sie zu den Zucchini.


Nun wäscht du den Spinat gut und legst die Blätter übereinander, diese drehst du zusammen wie ein Zigarre und kannst nun feine Chiffonade davon schneiden. Diese gibst du dann ebenfalls zu den anderen Gemüse.


Mische Sesamöl mit Wasser und Kräutersalz und gebe die Mischung über das Gemüse, einmal gut (vorsichtig) umrühren und dann noch ein paar Stunden ziehen lassen.

Wenn der Pizzaboden fertig (er sollte natürlich noch nicht komplett durchgetrocknet sein), verteilst du die Tomatensauce darauf und gibst darauf den Pizzabelag. Natürlich kann man auch noch ein "Käse" anmixen aus eingeweichten Cashew oder Macadamianüssen mit wenig Knoblauch und Würzhefeflocken und wenig Wasser. Den könntest du dann noch klecksweise darüber verteilen. Mir schmeckt die Pizza aber so schon sehr gut. Ich brauche kein Käse :)


Jetzt gibst du die Pizza nochmal für 2 Stunden in den Dörrautomat und dann kannst du sie endlich genießen. Es dauert zwar seine Zeit, aber dafür lohnt es sich, denn sie schmeckt wirklich gut und ist vor allem super sättigend! Ich habe meine nicht mal ganz geschafft, den Rest hat meine große Tochter gegessen die meinte das wäre die perfekteste Pizza die sie je gegessen hat :)


Ich wünsche euch viel Spaß beim Pizza "backen" und lasst es euch schmecken.

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Kommentare: 4
  • #1

    Anke (Mittwoch, 22 April 2015 17:21)

    Danke für das tolle Rezept und die ausführliche Beschreibung! Ich steh total auf Pizza, ein Grund mehr mir jetzt endlich mal einen Dörrautomaten zuzulegen, das ist schon längst überfällig ;-) Das Rezept wird bei nächster Gelegenheit sofort getestet :)

  • #2

    Jen (Donnerstag, 23 April 2015 05:32)

    Liebe Anke, gern geschehen, freut mich das dir das Rezept gefällt. Ein Dörrautomat ist (für mich) wirklich Gold wert. Man kann so viele tolle Dinge damit machen! Ich wünsche dir dann viel Spaß beim Pizza "backen" ;)

    Ein wundervollen Tag dir!

  • #3

    Sabine Fuchs (Donnerstag, 23 April 2015 19:07)

    Hallo Jen
    ich habe da mal eine Frage. Wie kann den Buchweizenmehl keimen? Ich bin da leicht überfordert.:)

    LG Sabine

    homepage habe ich noch keine. Kommt aber noch.

  • #4

    Jen (Samstag, 25 April 2015 08:05)

    Hallo liebe Sabine,

    oh eine Nachnamensvetterin :o)

    Danke für deine Frage. Vielleicht interessiert das andere ja auch noch.

    Buchweizenmehl kannst du direkt nicht mehr keimen, also wenn du z.B. Buchweizenmehl da hast, dann ist das schon verarbeitet (und höchstwahrscheinlich auch nicht mehr roh).

    Du kannst dir aber direkt die Buchweizen (die Körnchen) kaufen, am besten in Bioqualität (bei den anderen kann es sein das sie nicht keimen). Zum keimen benötigst du auch noch ein Keimglas, dieses kannst du direkt bei im Bioladen (oder auch online z.B. über Amazon) beziehen, die sind recht kostengünstig.

    Nun weichst du den Buchweizen für nur etwa 15 Minuten bis max. 1 Stunde ein (viele empfehlen auch 8 Stunden oder so, aber ich habe die Erfahrung gemacht das die kurze Zeit sehr gut ausreicht und habe auch von anderen gehört das je länger der Buchweizen eingeweicht war, je schlechter er dann gekeimt hat.) Ich mache das übrigens direkt in dem Glas.

    Danach gießt du das Wasser ab und spülst ihn noch 1-2 Mal sehr gut durch und stellst das Glas dann auf einen Teller (oder Unterlage) damit das restliche Wasser auch nach und nach abfließen kann.

    Ich spüle die Körnchen dann immer mal wieder so 2-4 mal am Tag. Einfach mit Wasser auffüllen, durch das Sieb Wasser abgießen und dann wieder auf den Teller stellen.
    Nicht verwundern, oft bildet sich auf den Körnchen so ein feiner Schleim, wenn er etwas mehr ist, einfach zweimal direkt nacheinander spülen.

    Bei mir haben die oft so schon nach einem Tag kleine "Schwänzchen" das die eigentlich genug gekeimt sind. Manche lassen sie aber auch 2 bis 3 Tage keimen.

    Nun kannst du sie direkt verwenden, oder du trocknest sie erst bei 40 Grad im Dörrautomat und kannst sie dann mit einem kleinen Mixer mit Mahlwerk (oder Kaffeemühle oder so) fein zu Mehl mahlen.

    Wenn du dir diesen ganzen Arbeitsaufwand sparen möchtest, dann kannst du auch direkt gekeimten Buchweizen, z.B. bei Vitakeim bestellen. Den musst du dann einfach nur direkt vorher fein vermahlen. Aber das keimen fällt weg. (Du solltest nur drauf achten, bei Vitakeim gibt es einmal den Buchweizen der schon gekeimt ist, und dann den keimFÄHIGEN zum selbst keimen ;) )

    Ich hoffe meine Antwort war hilfreich für dich. Ein schönes Wochenende dir
    Jen