PATCHFOOD-FAMILY - (Wie) Funktioniert das?

Essen und Gemeinschaft


Essen! Es ist wohl eins mit der wichtigsten Themen der Menschen. 


Nahrung hält uns am Leben. (Falsche) Nahrung kann uns aber auch krank machen. Nahrung schenkt uns Energie - zumindest die pflanzliche, basische und rohe Ernährung. 


Essen bringt Menschen zusammen. In der Familie zu den geregelten Mahlzeiten. Auf Feiern oder Geburtstagen. In Restaurants oder Cafès.


So selbstverständlich einem das Essen auch erscheint, so sehr ist es nicht nur zur reinen Ernährung da, sondern auch auf eine Art eine non-verbale Kommunikation in der Welt. 


Essen bringt Menschen zusammen. Nur was, wenn die Menschen innerhalb einer Familie und/oder eines Freundeskreises eine sehr unterschiedliche Art haben sich zu ernähren?

Ich selbst bin in so einer Situation. Ich ernähre mich inzwischen fast komplett anders als meine Familie und Freunde. Und das ist ehrlich gesagt nicht immer einfach. (Wahrscheinlich auch für die anderen nicht). Aber ich möchte auch nicht mehr darauf verzichten. 


So wurde meine eigene kleine Familie zu einer PATCHFOOD-Family. Jeder isst irgendwie anders.


Während ich mich inzwischen rein pflanzlich mit einem sehr hohen Rohkostanteil ernähre. Komplett auf Gluten und (Industrie)Zucker verzichte und möglichst auch auf Soja, so isst mein Mann dennoch munter weiter glutenhaltiges Brot, Fleisch, Milchprodukte, Süßigkeiten, etc. 


Es ist ja auch sein gutes Recht das er sich so ernährt wie er persönlich es für richtig empfindet. Er ist erwachsen und kann das ganz allein entscheiden. Auch wenn es mir schon sehr schwer fällt  manchmal das zu sehen.


Natürlich wäre ich super glücklich wenn er es wie ich sehen würde, aber aktuell ist das nicht Stand der Dinge und ich gehe auch nicht davon aus das sich das in den nächsten Jahren ändert.


Anders ist es bei den Kindern. Wie es so ist, beide Elternteile wollen "das Beste" für ihre Kinder. Aber was ist das Beste?



Was ist das Beste?


Der eine Elternteil würde jetzt sagen "Die Kinder brauchen Milch, da ist doch Calcium drin, was so wichtig ist für die Knochen."  und darauf dann der andere (in dem Fall wohl ich ;) ) "Milch ist nicht gut für den Körper. Milch übersäuert und entzieht dem Körper damit Mineralien, und somit auch Calcium. Zu dem verschleimt er unser System, und nicht nur das." 


Und so entstehen die Konflikte. Das mit der Milch war jetzt nur ein Beispiel aus unserer Familie. Und ich muss sagen da ist mein Mann schon auf mich zugegangen. Die Kinder bekommen in den seltensten Fällen hier noch Milch. Wenn sie für ihr Müsli oder so Milch mögen, mache ich ihnen eine Mandelmilch oder eine andere Nussmilch. Die schmeckt ihnen auch. 


Auch im Kindergarten habe ich natürlich extra Bescheid gesagt das die Kleine dort keine Milch mehr bekommt, aber manchmal passiert es trotzdem. Weil sie natürlich auch nicht sagt "Oh Milch darf ich nicht." Wenn mal eine Vertretungskraft da ist, und in dem Alter ist es natürlich sehr schwer für Kinder zu verstehen warum sie nicht das bekommen dürfen was alle anderen Kinder bekommen.


Mir selbst ist schon bewusst das das Kind Gefahr läuft sich als Außenseiter zu fühlen. Ich spreche natürlich mit meinen Kindern darüber, erkläre ihnen warum ich dies oder jenes nicht für empfehlenswert finde. Sie verstehen das auch schon sehr gut, besonders die Große. Und ich wette meine Kinder kennen sich inzwischen mit Ernährung besser aus als manche Erwachsene heutzutage ;)

Wie managen wir unseren Patchfood-Familien-Alltag?


Ich muss ganz ehrlich zugeben, so die ideale Lösung haben wir noch nicht gefunden. Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Ich beschreibe euch mal die einzelnen Mahlzeiten unserer Familie.



Frühstück


Für mich bereite ich eigentlich jeden Morgen ein grünen Smoothie zu. Bei den Kindern wechselt es. Entweder ich mache ihnen einen Obstsmoothie oder ein "versteckten" grünen Smoothie. Das heißt viele rote Beeren oder so dazu, das das grün nicht durchkommt ;)  (irgendwie schreckt grün meine Kinder bei Smoothies ab, schade!).  Oder sie bekommen einfach ein Obstteller oder kleinen Obstsalat und manchmal auch Müsli/Maiscornflakes mit einer Nussmilch. 


Mein Mann ist nur am Wochenende beim Frühstücken dabei.  Dann isst er mit den Kindern Brötchen, Nutella, Marmelade, manchmal ein Ei dazu....ja also NICHT mein Traumfrühstück...und wenn ich dann da mit am Tisch sitze fühle ich mich zwar gut das ich MEINS habe, aber irgendwie doch auch etwas "einsam". 


Das einzige was wir alle gemeinsam am Wochenende zum Frühstück teilen ist frischgepresster Saft, aber auch da hat jeder seine speziellen Vorlieben ;)




Mittag


Zum Mittagessen koche ich meistens Gemüseeintöpfe oder Gemüsepfanne, manchmal Bratkartoffel mit Gemüse oder ähnliches. Da haben mein Mann und die Kinder z.B. die Möglichkeit sich Würstchenscheiben in die Suppe zu schneiden.


Ich muss auch hier zugeben das mein Kochen schon etwas einfallslos geworden ist. Früher habe ich mit Leidenschaft gekocht (ungefähr so wie ich jetzt die Rohkost praktiziere) und es waren eigentlich alle zufrieden.  Heutzutage kostet es mich schon oft Überwindung ein Braten zu machen oder anderes totes Tier zu braten (Ja ich schreibe das direkt so, weil es das ja auch so ist: TOTES TIER! Unglaublich das ich das früher mal selbst gegessen habe....Aber ich war ein Verdränger, wie wahrscheinlich heutzutage auch die meisten Menschen sind die noch Fleisch essen).


Ich mache es, weil es für meine Familie ist, weil ich weiß die möchten das gerne essen, auch wenn ich weiß das es nicht so gut für ihren Körper ist, wie sie selbst (zumindest mein Mann) denken. 


Und dann hat meine Familie noch ihre 2-3 Cheat-Days, an denen sie wirklich nicht gut essen, das sind die Tage an denen ich komplett roh esse und selten noch zusätzlich koche, wenn gibt es etwas schnelles wie Nudeln mit Ketchup (im besseren Fall mit selbst gekochter Tomatensauce) und Hähnchennuggets aus dem Ofen. Da mach ich es mir einfach, könnte man denken. Die Frau isst ihre Rohkost und die Familie kann machen was sie will....Ja ein bißchen ist das auch so, und ich weiß ja auch das sie es gern so wollen.


Es ist eine Zwickmühle....




Abendessen


Während ich abends meist nur Salate oder mal Rohkostbrot mit Avocado und Kala-Namak (alia "Falsches-Ei-Brot") oder ein Zucchini-Nudel-Gericht esse, essen die Kinder Vollkornbrot/toast (leider noch glutenhaltig, ich hoffe ich kann das wenigstens mal irgendwann umstellen). Mal mit einem veganen Aufstrich, mal aber auch eben mit Butter und Geflügelwurst.


Was aber definitiv für keinen von uns fehlen darf ist der Rohkost-Gemüseteller! Mit frischen Möhrchen, Kohlrabi, Gurken, Cocktailtomaten und was man noch so gerade da hat. Es ist bisher einmal vor gekommen das ich keinen gemacht hatte (als die Kinder auf einem Geburtstag waren und ich selbst ein großen Salat hatte) und als die Kinder dann wieder nach Hause kamen meinte die Große zu mir "Gibt es denn heute keinen Gemüseteller?"  Worauf ich meinte das es doch sicher auf dem Geburtstag Abendessen gab. Sie sagte dann nur "Ja Mama, Pommes und Würstchen, aber doch kein Gemüseteller....machst du mir noch einen."  Das hat mich gefreut. Und es zeigt wenn Eltern etwas regelmäßig machen, es für die Kinder zur Gewohnheit wird und sie es sogar vermissen wenn es nicht da ist.

Keine Süßigkeiten für Kinder?!

 

Hier zeigt sich das nächste Problem. Süßigkeiten. Es ist fast nicht möglich auf dieser Welt zu leben ohne irgendwo entweder mit Werbung für Süßigkeiten bombadiert zu werden oder damit "beschenkt" zu werden.

 

Ich habe es ja Ostern gesehen. Eigentlich sagt man schon den Omas, Tanten und anderen Angehörigen das es bitte nicht "so viel" (vielleicht sollte man "gar keine" sagen) Süßigkeiten geben soll. Ende vom Lied, unser halber Abstellraum steht voll mit Körben voll Schoko-Osterhasen, Marzipan-Eiern, Kinderriegeln etc. (ich bin froh das mein Mann sich schon ein Teil daraus stiebitz hat ;) ) Also diese Menge wird locker bei uns bis zum Weihnachtsfest reichen. Mein Mann musste neulich vor Ostern noch die letzten Weihnachtsmänner der Kinder aufessen :)

 

Also es gibt selten bei uns Süßigkeiten und da muss ich mir manchmal schon einiges anhören, das ich das nicht so machen kann. Das sind Kinder, die fühlen sich ausgegrenzt, sie holen sich sonst die Süßigkeiten woanders etc.

 

Ja, aber wie macht man es richtig?  Ich verbiete es ja nicht komplett, aber es ist wirklich schon ein Minimum. Ich mache dann lieber mit den Kindern pflanzliche, rohe Schokocrossies oder Himbeer-Kokos-Kugeln oder Sesam-Apfel-Riegel. Das ist auch "süß" aber zumindest tausend mal gesünder als der übliche Süßkram!

 

Mir graut schon wieder etwas vor den Kindergeburtstagen meiner beiden dieses Jahr. Mal sehen was ich mir da einfallen lasse, das es allen gerecht wird.  


Auch die Sommerzeit die jetzt ja bald wieder ansteht macht es nicht einfacher, denn alle Eisdielen im Umkreis haben ihre Pforten geöffnet. Und das sind hier keine veganen Eisdielen. Da drücke ich dann, wenn auch schweren Herzens (da Milch und Zucker, und wer weiß was da noch alles drin ist, Farbstoffe etc), ein Auge zu. 


Aber lieber mache ich selbst Eis, entweder ganz simple aus frisch gepressten Zitrussäften in Tupperförmchen eingefroren, als leckeres, erfrischendes Wassereis oder auch ein cremiges roh-veganes Erdbeer oder Schoko-Banenen-Eis. Auch da gibt es viele und leckere Möglichkeiten. 

Und bei euch?


Ja, nun habt ihr ein kleinen Einblick in unser Patchfood-Familienleben bekommen! Und wie ist das bei euch? Esst ihr alle gleich oder gibt es bei euch beim Thema Ernährung auch Differenzen und wie handelt ihr das?  Hat eine Patchfood-Familie überhaupt eine Chance auf lange Zeit so das sich alle wohl und glücklich fühlen? Kann es funktionieren? Was meint ihr?


Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Lasst es euch gut gehen! 

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Kommentare: 12
  • #1

    Michaela (Donnerstag, 16 April 2015 18:32)

    Es klingt fast so als würdest du über unsere Familie schreiben. Rohes Obst und Gemüse essen meine Kinder auch sehr gern, aber auch Gummibächen, Schokolade... Ich verbiete es ihnen nicht- ich denke sonst wird es erst recht interessant für sie, und so bleiben die meisten Oster oder Weihnachtsnaschereie n ne ganze Weile offen auf dem Schrank liegen. Das guck ich mir ca. 3 Wochen an und dann landet es unauffällig im Mülleimer. Es vermißt dann auch keiner. Ist zwar auch nicht die feine Art aber besser als gegessen ;-) Und kochen tue ich für meine Familie auch Braten ect. aber ich koste nicht ab und esse immer was anderes als der Rest. Man gewöhnt sich mit der Zeit dran, aber das schlimmste sind die Familienfeste für mich, wo es nie was ordentliches gibt. Ich ernähre mich so, weil es mir gut tut und es mir schmeckt, und man gewöhnt sich dran das der Rest anders ißt. Aber vielleicht ändern sich die Zeiten noch und dann wird um Rat gefragt, weil all die Krankheiten los gehen.
    Danke für deinen schönen Artikel. Es ist schön zu wissen, das andere in der gleichen Situation stecken ;-)

  • #2

    happy-healthy-raw (Freitag, 17 April 2015 12:43)

    Ja liebe Michaela, da weißt du ja genau was ich meine und wie es mir geht. Es ist ein schönes Gefühl, nicht allein, in so einer Situation zu sein.

    Familienfeste gibt es bei uns zum Glück nicht mehr sooo viele, ich bringe mir dann meist selbst etwas mit (genauso wenn wir z.B. Silvester bei Freunden feiern). Mittlerweile sagt auch kaum noch jemand was dazu ;o)

    Und auf Feiern hier zu Hause biete ich halt auch immer pflanzliche rohe Sachen an. Meine Oma war begeistert von der Schoko-Marzipan-Torte die ich Ostern gemacht hatte, und konnte kaum glauben das weder Zucker, Butter, Milch noch normales Mehl darin war ;o)

    Ein schönen Tag dir

  • #3

    Farina (Donnerstag, 12 November 2015 22:56)

    Patchfood! Dass ich darauf noch nicht gekommen bin, der Begriff gefällt mir :) Bei uns ist es auch so, mein Mann isst alles, ich koche und backe aber nur vegan. Wenn er Fleisch will, darf er sich das selbst machen, das ist dann auch ok so. Unsere Tochter darf von allem probieren, meine Bedingung war nur, dass sie im ersten Lebensjahr rein vegetarisch ernährt wird. In der Kita isst sie ihr Müsli auch mit Joghurt und Milch, bekommt dort aber kein Fleisch oder Fisch. Wenn sie größer ist und "versteht", werde ich versuchen, sie an das Thema heranzuführen, sodass sie sich selbst entscheiden kann, ob sie tierische Produkte weiterhin essen möchte oder nicht. Sie trinkt aber auch schon sehr gerne grüne Smoothies und liebt Obst, das macht mich sehr glücklich :)
    LG Farina

  • #4

    Jen (Freitag, 13 November 2015 07:54)

    Hallo liebe Farina,
    oh schön, noch mehr Menschen mit einer Patch-Food-Familie :)
    Toll das deine Kleine schon grüne Smoothies mag. Meine sind da immer noch etwas skeptisch obwohl es ja auch Tage gibt da löffeln/trinken sie mir meinen Smoothie oder Saft weg ;)
    Viele liebe Grüße
    Jen

  • #5

    Jessy (Montag, 18 Januar 2016 13:53)

    Hallo Jen,

    sehr intressant. Ich ernähre mich zu 98% rohvegan. Mein Mann isst seit einem halben Jahr vegetarisch :-) und mein Sohn isst zuhause vegetarisch in der Schule aber leider auch Fleisch... Es war schon ein toller Fortschritt zu sehen dass mein Mann sich vegetarisch ernähren möchte und das ganz von alleine! Ich bin seit ich 12 Jahre alt bin vegetarisch und seit ca. 3,5 Jahren veganerin. Ich bin schon sehr froh dass es bei uns zu hause kein Fleisch und keine Wurst gibt. Naschen steht bei uns selten an, Abendessen machen wir entweder so dass meine Jungs bei mir mitessen, also etwas rohes, was zu meiner Freude immer häufiger vorkommt oder meine MÄnner eben etwas gekochtes essen und ich mein rohes. Frühstück trinken meine Männer auch oft einen Smoothie, ein Obstsalat, frischen Saft, aber auch mal was vom Bäcker oder Brötchen etc. Aber es bewegt sich immer mehr in meine Richtung ! In ganz kleinen mini-schritten !! Also gib die Hoffnung nicht auf. Du darfst nur nicht drängen oder belehren...der Schuss geht nach hinten los. Sei einfach Vorbild durch deine Energie usw. wenn sie sehen wie gut es dir geht dann machen sie es von alleine nach - vorallem wenn sie sich nach einer fettigen Pizza müde, schlapp und vollgefressen fühlen ;)

    Alles liebe
    Jessy

  • #6

    Jen (Dienstag, 19 Januar 2016 10:36)

    Liebe Jessy, vielen Dank für dein Feedback. Das klingt ja schon mal ganz gut bei euch. Und ja du hast Recht, mit Belehren und Aufzwingen-wollen kommt man nicht weiter. Mir fällt es trotzdem schwer mir das manchmal mit an zu sehen, aber meine Familie muss mich mit meinem "Gesundheitstick" ja auch aushalten ;) Ich hoffe ja auch das sie von allein irgendwann in meine Richtung kommen...also die Kinder machen das schon....bei meinem Mann mal schauen ;)
    Viele liebe Grüße, Jen

  • #7

    Kiin Marony (Samstag, 20 Februar 2016 02:25)

    Hallo jen :-)

    Das klingt total Katastrophal und ich kenne es auch ..

    Es war über zwei Jahre solch ein schlimmer weg für mich immer wieder Fleisch in meiner Küche zu haben und zu sehen wie mein Mann den schlimmsten Müll in unsere Tochter infiltriert.. (Normales Essen eben..)

    Ich habe alles probiert: Geduld, Inspiration, ingnorieren, Verständnis..

    Dann habe ich ehrlich gesagt total durchgegriffen: immer wieder (täglich) meine Ansichten gepredigt - eklige Geschichten über normales Essen erzählt , Druck gemacht, verboten dass Tiere in meinen Töpfen landen.. Es führte natürlich total zu Streit- auch unsere Tochter war verunsichert ..

    Und was soll ich sagen : seit 5 Monaten isst mein Mann vegetarisch - meine Tochter hat da gar ich diskutiert und sofort mitgemacht (weil sie auch sein will wie die Mama;) und seit diesem Monat ist vegan ein Thema - für alle - nicht mehr nur für mich !

    Es hat unglaublich kraft gekostet und ich quatsche sonst nie jemanden voll - aber bei den beiden könnte ich einfach nicht zusehen ..

    Süßigkeiten von der "lieben Verwandtschaft" schmeiße ich auch spätestens nach 3 Tagen einfach weg und sage das dann auch so.

    Ich fühle mich verantwortlich für die Gesundheit unserer Tochter und wenn jemand (mein Mann) Schund essen will : na ja dann macht er es eben. Aber bei meiner Tochter lege ich mich quer.

    Ich biete ihr dann an ihre Dinge mit mir gesund selbst zu machen und sie liebt es am meisten sich mit mir youtube Videos anzusehen wo auch andere Kinder vorkommen / kochen usw. Das zieht total :-)

    Alles gute auf deinem Weg ! Ich hoffe sehr dass dein Vorbild aufgenommen wird! Es ist der richtige Weg !

  • #8

    Jen (Dienstag, 23 Februar 2016 07:08)

    Liebe Kiin,

    ja ich sehe mich auch verantwortlich für die Gesundheit meiner Kinder und deshalb kann und will ich da auch nicht einfach die Augen verschließen.
    Bei meinem Mann habe ich gelernt "loszulassen", weil ich für mich denke er ist erwachsen und muss selbst für sich entscheiden, und er akzeptiert und toleriert mich ja auch obwohl ich mich um 180 Grad gedreht habe.

    Bei den Kindern bin ich halt meist weniger kompromisslos, aber auch da geht es noch nicht ganz ohne.

    Vielen Dank für dein Feedback, alles Liebe, Jen

  • #9

    Alexandra (Mittwoch, 04 Mai 2016 15:33)

    Vielen Dank für diesen Artikel! Seit 5 Wochen ernähre ich mich roh. Seit Jahren schon vegetarisch. Mein Mann lernte mich so kennen und fand meine vegetarische Küche immer schon sehr köstlich. Er und unsere drei Kinder sind Gelegenheitsfleischfresser. Es gibt 3 Fleischgerichte, die ich Ihnen ab und zu koche. Unser Jüngster isst mittags im Kindergarten. Dort gibt es 1-2 mal die Woche Fleisch, leider. Ich habe darum gebeten, das er nur wenig davon bekommt und mehr Beilage. Außerdem soll er auf keinen Fall zum Frühstück H-Milch mittrinken ( totes ungesundes Zeug, bäh ). Das klappt beides sehr gut.
    Seit ich nun Rohköstler bin, geiern alle auf meinen Teller. Grüne Smoothies trinken wir schon ein paar Jahre. Nur eine meiner Töchter verträgt die nicht und muss davon Erbrechen...?? Mein Mann hat darum gebeten, die ein oder andere Mahlzeit für alle roh zu halten. Besonders die Rohkost-Falafel von der Rohkostlady kamen super an.
    Süßigkeiten will ich nicht verbieten, kaufe aber keine ein. Ab und zu dürfen sich die Kinder mal etwas aussuchen, wenn sie richtig Naschhunger haben. Und im Sommer gibt's auch mal Eis von der Eisdiele.
    Ich freue mich, das gute Ernährung gut ankommt, aber ich möchte die Ernährung nicht zur Religion werden lassen. Lustig finde ich es, wenn ich mit den Kindern einkaufen bin und sie laut fragen, ob in den Weingummis Farbstoffe sind. Wenn ich dies bejahe, legen sie die Süßigkeiten wieder weg. Die Leute schütteln dann verwundert den Kopf.

  • #10

    Jen (Mittwoch, 04 Mai 2016 17:16)

    Liebe Alexandra,

    vielen Dank für deinen Einblick in eure Patch-Food-Familie ! Das klingt sehr gut wie du das machst. Ich freue mich übrigens von anderen zu lesen die in einer ähnlichen Situation sind, wie ich.

    Viele liebe Grüße, Jen

  • #11

    Sandy (Mittwoch, 29 März 2017 11:57)

    Hallo Jen, schöne Seite hast du und auch schön geschrieben hast du!
    Ich kenne das mit den Süßigkeiten...hab auch nix zu Hause aber meine Kinder sind schon "groß" und an den weiterführenden Schulen gibt es eben auch eine Kaffeetertia ...und nur furchtbares Essen! Aber man kommt leider nicht gegen an. Ich zwinge mich immer wieder (ich versuche es zumindest) los zu lassen. Ich sage dann immer: " Es ist euer Körper und ihr müsst überlegen, ob es gut für euch ist". Hoffe einfach, dass sie sich für die "richtige" Richtung entscheiden, wenn sie ihr eigenständiges Leben führen.
    Also mach weiter so und liebe Grüße aus dem Norden.

  • #12

    Jen (Donnerstag, 30 März 2017 10:45)

    Hallo Sandy! Danke für deine Nachricht. Ich glaube du machst das schon ganz richtig. Loslassen ist total wichtig, auch oder gerade bei den eigenen Kindern. Ich finde immer die Kombination aus "vorleben aber loslassen" ganz gut..... ist aber auch nicht immer einfach...aber möglich. Ich glaube man kann den Kindern so ganz viel mit geben und sie fühlen auch das die Eltern ihnen "vertrauen" das sie das richtige machen...weißt du was ich meine?

    Wie ernähren sich denn deine Kinder heutzutage wo sie schon groß sind?

    Liebe Grüße Jen