Go Green - Der Weg zum grünen Smoothie

Wie schon in Über mich erzählt habe, bin ich ja durch mein Hashimoto auf Grüne Smoothies gekommen. Und immer noch unendlich dankbar dafür! Ich liebe sie! Jeden Tag aufs Neue. Hier habe ich für dich ein Text geschrieben der dir den Weg zum grünen Smoothie leicht macht :o)

Was genau sind grüne Smoothies?

 

Grüne Smoothies bestehen im Gegenteil zu normalen Obstsmoothies, aus einer Mischung von Obst/Früchten und grünem Blattgemüse und Wasser. Dies wird zusammen in einem Mixer gut vermixt.

 

Zu Anfang reicht sicher ein normaler Mixer, auf längere Zeit jedoch wird der wahrscheinlich nicht alles mit machen. Mir ist innerhalb von den ersten 4 Wochen mein normaler Standardmixer kaputt gegangen, da er an den Äpfeln gescheitert ist. Ich habe dann angefangen auf einen Hochleistungsmixer zu sparen und bin heute noch sehr glücklich damit :o)

 

Wichtig ist es am Anfang eher mehr Obst als Grünes in den Smoothie zu tun, weil unsere Geschmacksknospen so viel Blattgrün in Form eines Smoothies einfach nicht gewohnt sind. 

 

Mein erster grüner Smoothie war "furchtbar"....heute kann ich darüber lachen, aber ich habe zu einem Apfel, einfach eine riesige Menge Salat, Petersilie und Gurke getan. Das Ergebnis war ein fast neongrün leuchtender Smoothie, der wahrhaft fabelhaft aussah, den ich aber nicht geschafft habe auszutrinken und sogar im ersten Augenblick dachte "Uhhh, wer kann so etwas trinken?"  Aber gut das ich weiter gemacht habe und am Ball geblieben bin!

 

Also - ganz wichtig! Als Anfänger IMMER mehr Obst als Blattgrün in den Smoothie geben!!!!

 

Nach und nach kannst du dann den Anteil des Grüns immer mehr erhöhen (und es wird dir ebenso fabelhaft schmecken, wie vorher ein reiner Obstsmoothie). Nach einiger Zeit sollte das Verhältnis zwischen Obst und Blattgrün bei etwa 50/50 liegen oder sogar noch besser bei 40% Obst und 60% Blattgrün. Wasser dann je nach Bedarf. Je nachdem ob du deinen grünen Smoothie trinken oder (wie ich) eher löffeln magst.

Aber was genau ist denn jetzt das Gute am grünen Smoothie?

 

Er ist eine Nährstoffbombe! Er enthält viele Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Antioxidantien und das Blattgrün bringt noch sehr viel energiereiches Chlorophyll mit.


Das Gute an den grünen Smoothies ist das sie unserem Körper, insbesondere unserer Verdauung Arbeit abnehmen. Der Mixer spaltet alles schon so gut auf (gerade für das Chlorophyll ist das sehr wichtig) das es 1. für uns viel bekömmlicher ist (als wenn wir das ganze Blattgrün so essen würden) und 2. die Nährstoffe viel besser, nahezu zu 100% aufgenommen werden können. 

 

Als Beispiel hierzu:  Wenn wir uns ein grünen Blattsalat machen und diesen essen, dann werden wir von den ganzen Vitamine, Mineralstoffen und den anderen tollen Nährstoffen wahrscheinlich nur etwa 30% aufnehmen können, einfach aus dem Grund weil wir nicht gut genug kauen (aber selbst wenn wir sehr ordentlich und jeden Bissen 32 Mal kauen würden, so würden wir dennoch nie an die Leistung eines Hochleistungsmixers kommen) ;o)

 

Mal abgesehen davon das es kaum ein Mensch schafft täglich zu einer Mahlzeit einen Riesenberg grünes Blattgrün zu essen, gerade Möhrengrün oder Kohlrabiblätter sollte da schon schwer fallen. Da ist es mit einem grünen Smoothie viel viel einfacher!

 

Kurzgefasst: Grüne Smoothies bringen Energie, stärken das Immunsystem, sind eine natürliche Entgiftung, helfen bei Allergien, können beim Abnehmen helfen, bzw. sorgen für Gewichtsregulation und sie wirken basisch, was bedeutet sie wirken einer Übersäuerung, die Ursache  von vielen Krankheiten ist, entgegen. Sie reinigen den Darm und bringen Körper und Seele in Einklang! 

Und was genau bewirkt das Chlorophyll?

 

Chlorophyll ist wie das Zaubermittel des Blattgrüns. Es wirkt:

 

  • energetisierend
  • blutbildend (es ist fast identisch mit unserem roten Blutfarbstoff dem Hämoglobin, der den Sauerstoff transportiert. Der einzige Unterschied ist das das Hämoglobin ein Eisenmolekül besitzt während das Chlorophyll ein Magnesiummolekül besitzt) 
  • behebt Magnesiummangel
  • unterstützt die Entgiftung
  • wirkt antikarzinogen (gegen Krebs)
  • erhöht die Sauerstoffversorgung im Körper
  • wirkt darmreinigend und Darmflora aufbauend
  • zusätzlich wirkt Chlorophyll stark desinfizierend, entzündungshemmend und wundheilend

Und welche Obst- und Blattgrünsorten kann ich verwenden?

 

All das worauf man Lust hat, z.B.

 

Obst

  • Bananen
  • Äpfel
  • Pflaumen
  • Pfirsiche/Nektarinen
  • Ananas
  • Beeren aller Art
  • Kirschen
  • Mirabellen
  • Aprikosen
  • Mango
  • Kiwis
  • Papaya
  • Birnen
  • Zitrusfrüchte aller Art

Zu den Zitrusfrüchten: Hier wird sich noch drum gestritten ob sie in den grünen Smoothie gehören. Einige verwenden für ihren grünen Smoothie keine Zitrusfrüchte, weil laut deren Infos die Säure der Zitrusfrüchte etwas im Chlorophyll stören/kaputt machen (?!) und dessen Wirkung behindern würde.

Es gibt aber auch diejenigen die das anders sehen. Zu denen gehöre ich. Ich habe von Anfang an Zitrusfrüchte in meinem Smoothie verwendet und habe bisher keine negative Erfahrung damit gemacht.

Blattgrün

  • Spinat
  • Feldsalat
  • Rucola
  • Radicchio
  • Romana-Salat
  • Eichblatt-Salat
  • Lollo Rosso oder Lollo Bianco
  • Petersilie
  • Pak Choi
  • Mangold
  • Wirsing
  • Grünkohl
  • Kohlrabi-, Möhren- oder Radieschengrün oder Blätter von der Rote Beete
  • Wildkräuter (wie Brennessel, Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere, Spitzwegerich,...)

Insbesondere die grünen Blätter von Radieschen, Möhre, Kohlrabi und der roten Beete besitzen sehr viel Nährstoffe und zwar ein vielfaches mehr als die Knolle an sich.

 

Deshalb sind sie viel zu schade um auf dem Kompost zu landen. Und ich hatte auch schön öfter das Glück das ich am Biostand des Wochenmarktes das Kohlrabigrün eines anderen Käufers bekommen habe, weil der es nicht haben wollte.

 

Genauso wie Wildkräuter. Sie sind kostenlos, es gibt sie überall (sogar in der Stadt, da muss man nur etwas mehr suchen, da es nicht unbedingt Orte sein sollten an vielbefahrenen Straßen) und ihr Nährstoffgehalt ist weitaus höher als der des Kulturgemüses wie Spinat und Co.

 

Brennessel z.B. hat sehr viel Vitamin A und C und ist ein sehr guter pflanzlicher Eiweißlieferant. Zusätzlich zu ihrer allgemeinen Gesundheitswirkung.

Was ist sonst noch wichtig zu wissen?

 

Das Blattgrün sollte jeden, zumindest aber jeden zweiten oder dritten Tag ein anderes sein. Also wenn es heute ein Smoothie mit Löwenzahn gibt, dann sollte man jetzt nicht wochenlang nur Löwenzahn in den Smoothie tun, weil jedes Blattgrün eine geringe Menge an unterschiedlichen Alkaloiden enthält.

 

Alkaloide können in großen Mengen zu Vergiftungserscheinungen führen. Das ist von der Natur aus so eingerichtet damit die Tiere im Wald z.B. nicht nur eine Sorte essen (und diese damit ausrotten). Jedes Grün hat eine eigenen Art von Alkaloid und so treten Vergifungserscheinungen nicht auf wenn man sein Blattgrün regelmäßig wechselt.

 

Zu dem Wasser welches man dem Blattgrün und Obst hin zu fügt, dieses sollte entweder gefiltertes Wasser sein oder ein sehr gutes Trinkwasser, z.b. Volvic oder Lauretana.

 

Und noch ein Tipp für die Anfänger. Fangt erst mit den milden Blattgrün-Sorten an. Dies sind z.B. Romana-Salat, Feldsalat, Spinat. Zu den stärkeren, zum Teil bitteren und scharfen Sorten könnt ihr später noch über gehen (im übrigen werdet ihr das bittere oder scharfe dann kaum noch raus schmecken, bzw. es wird euch nicht mehr stören und trotzdem gut schmecken)

Kann ich den Smoothie noch extra süßen?

 

Die Möglichkeit besteht natürlich. Obwohl ich die ungesüßte, also die mit der reinen Obstsüße vorziehe. Aber gerade am Anfang wenn man vielleicht seine Ernährung auch noch nicht so umgestellt hat und noch sehr auf süßes abfährt, könnte man gut ein paar trockene Datteln oder ein Löffel Honig in den Smoothie geben.

 

Ansonsten geben natürlich auch sehr reife Bananen an sich schon recht viel Süße ab, wie ich finde.

 

Und noch etwas, was man in den Smoothie geben kann, quasi als Extratipp: Avocado und/oder Kokosöl. Beides besitzt sehr gute und gesunde Fette, die wir für unseren Körper gebrauchen können und zu dem werden durch die gesunden Fette, die fettlöslichen Vitamine des Grüns besonders gut und besser vom Verdauungssystem aufgenommen!

Man braucht das aber nicht jeden Tag tun, aber ab und an ist es schon eine gute Idee.

Für wen sind grüne Smoothies ideal?

 

Im allgemeinen kann man sagen das grüne Smoothies für jung und alt ideal sind und ein wertvollen Beitrag zur Gesundheit beitragen. Auch wenn man die verschiedenen Ernährunsarten außer Acht lässt.

 

So profitieren besonders auch Schwangere von dem Nährstoff-Power-Cocktail, aber auch schon Babys ab 6 Monaten können grüne Smoothies gefüttert bekommen und ebenfalls sie auch älteren und kranken Menschen zu empfehlen.

 

Wer allerdings unter einer Fruktose-Unverträglichkeit (und/oder auch Sorbit-Intoleranz) leidet muss aufpassen.

 

Ich habe von Fällen gehört wo Menschen mit Fruktose-Intoleranz viel viel weniger Probleme mit grünen Smoothies hatten, als wenn sie ein Stück Obst pur gegessen hätten, dennoch kommt es hier auf die Art und die Schwere der Intoleranz an und ist ggf. mit einem Ernährungsberater/Heilpraktiker abzusprechen. (Denn Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten hängen meist mit einer gestörten Darmflora zusammen und können durch entsprechende Behandlung und Ernährungsumstellung generell verschwinden). 

 

Wer nicht so die großen Probleme mit den beiden Intoleranzen hat, kann das für sich am besten verträglichste Obst aussuchen, mit einem Blattgrün seiner Wahl kombinieren und mit einer geringen Menge starten, beobachten und nach und nach steigern.

So, ich hoffe ich konnte euch etwas Lust auf grüne Smoothies machen! Falls ihr sie nicht eh schon kennt.

 

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim experimentieren und kreiern neuer grüner Smoothies!  :o) 

 

Und falls ihr Fragen habt, nur immer her damit. Ich beantworte sie euch gerne.

 

 

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